Kapstadt - Cristiano Ronaldo ist einer der weltbesten Fußballer, doch das Verlieren können zählt offenbar nicht zu den Stärken des Portugiesen. Nach dem WM-Aus im Achtelfinale gegen Spanien leistete sich "CR7" einen peinlichen Ausraster.

Die hässliche Fratze von Superstar Cristiano Ronaldo: Spuckattacke gegen die Kamera.
"Ich will der beste Spieler des Turniers werden", hatte der 25-Jährige vor der WM getönt. Jetzt ist der Frauenschwarm mit Portugal ausgeschieden - und ist nicht der beste Spieler des Turniers, sondern der ekligste!
Ronaldo spuckt in Richtung Millionen Fernsehzuschauern!
Der Reihe nach: Bereits in den ersten drei Vorrundenspielen kam der zu Extravaganzen neigende Superstar einfach nicht in Tritt. Beim 7:0-Sieg in der Vorrunde gegen Nordkorea beendete Ronaldo zwar seine 16 Monate dauernde Torflaute im Nationaltrikot, viel mehr wollte ihm in den ersten Partien aber nicht gelingen.
Der negative Höhepunkt folgte im Achtelfinale in Kapstadt gegen Spanien. Spanien, ausgerechnet das Land, in dem er sein Geld verdient. Mit Defensivspielern wie Gerard Piqué und Carles Puyol von Real Madrids Erzrivalen FC Barcelona - es sollte sein Abend werden. So hatte es sich der narzisstische Portugiese vorgestellt.
Hier geht es zum peinlichen Ronaldo-Abgang im Youtube-Video
Die Szene ruft bei deutschen Fans die Szene an die WM 1990 in Erinneruung. Damals wurde Rudi Völler Zielscheibe von "Lama" Frank Rijkaards Spuckattacke im Achtelfinale zwischen Deutschland und den Niederlanden.
Für Ronaldo selbst war es nicht die erste Spuck-Attacke: Im Januar 2009 hatte der Portugiese, damals noch bei Manchester United unter Vertrag, seinen Gegenspieler Robbie Savage angerotzt.
Dieses Mal spuckte Ronaldo in Richtung Kamera - und stellte einmal mehr unter Beweis, zwar ein begnadeter Fußballer, charakterlich aber noch längst nicht ausgereift zu sein.
Von Reportern auf die enttäuschende Partie des WM-Vierten von 2006 angesprochen gab Ronaldo zunächst indirekt dem portugiesischen Nationaltrainer die Schuld. “Fragen Sie Carlos Queiroz!“, sagte er. Später relativierte der teuerste Fußballer der Welt seine Worte. “Ich übernehme als Kapitän auch meinen Teil der Verantwortung“, betonte er in einer - von seinem Management verbreiteten - Erklärung. “Man soll keine Geister heraufbeschwören, wo keine sind.“
Seine Gefühle nach dem Ausscheiden Portugals im Achtelfinale der WM beschrieb er mit den Worten: “Ich fühle mich am Boden zerstört, total verzweifelt, frustriert und unvorstellbar traurig.“ Nach Angaben der Madrider Zeitung “El Mundo“ gratulierte Ronaldo seinen Teamkameraden von Real Madrid wie Iker Casillas, Sergio Ramos oder Xabi Alonso nach dem Abpfiff des Spiels nicht zum Sieg der Spanier. Die Zeitung “El País“ zog eine - wenig schmeichelhafte - statistische Bilanz der Darbietung des portugiesischen Fußballstars: “Sein Leistungsnachweis fiel überaus mager aus: Vier Schüsse, davon zwei auf das spanische Tor, zwei Flanken und zwei gescheiterte Dribblings. Ronaldo wirkte müde und gelangweilt.“
tz/dpa



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