Spendenkonto für Michael Graeter
102.07.08|Stars|Facebook
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Tritt ein Katastrophenfall ein, sammelt die Nation meist fleißig Spenden.

© Weissfuss
Michael Graeter
Der Fall und die Pleite von Ex-Klatschkönig Michael Graeter ist eine persönliche Katastrophe und auch für ihn gibt es jetzt ein Spendenkonto, eingerichtet von seinem Münchner Anwalt Steffen Ufer. Allerdings: Gesammelt wird nur unter Prominenten und die Spenden sind so eine Art nachträgliches Schweigegeld.
Graeter-Freund Gunter Sachs macht daraus erst gar keinen Hehl. Noch immer rechnet er ihm hoch an, dass er die Scheidung zwischen dem Playboy und Brigitte Bardot einst zurückgehalten hat. Sein Dank: Sachs übernimmt komplett die Anwaltskosten. „Ja, das stimmt“, gibt Steffen Ufer gegenüber der tz zu, der wiederum bei der HypoVereinsbank unter dem Stichwort „Michael Graeter“ für seinen verarmten Mandanten Geld sammelt. „Viele Freunde wollten was für ihn tun, deshalb haben wir dieses Konto eingerichtet“, so Ufer. Beglichen werden damit alte Schulden und „Verpflichtungen aus der Vergangenheit“: Weil er die Krankenkassenbeiträge seiner ehemaligen Kinoangestellten nicht zahlen konnte, wanderte er im Januar 2008 hinter Gitter. Bisher sei auf dem Konto eine Summe „im unteren fünfstelligen Bereich“ zusammengekommen“, so Ufer.
Ein weiterer Graeter-Gönner ist Ex-Kicker Günter Netzer, ein enger Freund des Klatschreporters, der ihn sogar im Gefängnis in Landsberg besuchte. Auch Schönheitschirurg Werner Mang und Fotograf Roger Fritz stehen Graeter nahe. Ob auch ehemalige Klatschopfer ein paar Euro für ihn übrig haben? „Das kann ich nicht sagen, wer sich darunter als Opfer fühlt“, weicht Ufer aus. Sicher nicht darunter: Patrice Farameh, Ex von Boris Becker, die Graeter wegen einem bösartigen Eintrag in dessen „Lexikon des Klatsches“ verklagte. Oder Verona Pooth, einst Feldbusch, vom Kolumnisten als „Luftpumpe“ betitelt. Graeter selbst schnuppert schon ab und zu an der Freiheit. Erst kürzlich holte ihn seine Frau Monika für einen kurzen Biergartenausflug aus dem Kittchen ab. „Stundenweise darf er ja schon raus“, berichtet Ufer. „Ich rechne, dass er Mitte September, nach der Hälfte seiner Haftstrafe, rauskommt. Pünktlich zur Wiesn.“ Dann kann er ja wieder selbst mit Klatschgeschichten für seinen Unterhalt sorgen.
Maria Zsolnay
Quelle: tz
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