München - Der nächste Vorwurf gegen das Staatsoberhaupt: Bundepräsident Christian Wulff und seine Frau Bettina haben sich vom Marmeladenhersteller Zentis im Januar 2010 auf den 37. Münchner Filmball einladen lassen.

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Niedersachsens damaliger Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) und seine Frau Bettina tanzen im Januar 2010 beim 37. Deutschen Filmball in München.
Wenn es um Einladungen und Vergünstigungen geht, hat Bundespräsident Christian Wulff (CDU) ein einnehmendes Wesen ... Am Donnerstag tauchte die nächste Geschichte auf: Wulff und seine Frau Bettina haben sich vom Marmeladenhersteller Zentis im Januar 2010 auf den 37. Münchner Filmball einladen lassen. Wulffs Anwalt Gernot Lehr bestätigte dies gegeüber der tz.
Dafür übernahm Zentis nicht nur die teuren Zimmer im Bayerischen Hof für das Ehepaar Wulff, sondern auch die Zimmer für die Leibwächter sowie die Eintrittskarten. Wulffs Anwalt Lehr zur tz: „Die Übernachtung im Bayerischen Hof für die Eheleute Wulff und das Sicherheitspersonal wurde von der Staatskanzlei gebucht und sodann - ebenso wie die Eintrittskarten - von der Firma Zentis bezahlt.“
Der Jurist aus der Kanzlei Redeker Sellner Dahs verteidigt die Einladung: „Herr Wulff hat am 10. Dezember 2009 in einem Hotel in den Niederlanden vor der Jahresabschlusskonferenz von Zentis einen Vortrag gehalten über Fragen der Lebensmittelwirtschaft. Er hat die Führung der Zentis-Gruppe anlässlich dieses Termins überzeugen können, die zentrale Führungstagung des folgendes Jahres in Wolfsburg durchzuführen.“
Eine Zentissprecherin bestätigte den Vortrag gegenüber der tz und wies anderslautende Gerüchte, wonach auf dieser Tagung vor allem einfache Handelsvertreter anwesend waren, zurück: „Bei unserer Jahresendtagung war der Vorstand, alle Geschäftsführer und zwei Drittel aller Prokuristen anwesend.“ Ob Wulff dort für eine Tagung in Hannover geworben habe, könne sie allerdings nicht sagen.
K.H. Dix



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