München - Der ersehnte Bau der zweiten Stammstrecke für die Münchner S-Bahn rückt in greifbare Nähe!

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Zwei Drittel der täglich mehr als 400 000 S-Bahn-Fahrgäste streben laut einem Gutachten Ziele in der Innenstadt an.
Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil (FDP) und die Landeshauptstadt hatten nach Forderungen von Rathaus-Grünen, FDP und CSU im Frühjahr die neue Studie in Auftrag gegeben. Laut SZ kommt die Untersuchung zu dem Schluss, dass Kosten und Nutzen des Südring-Ausbaus in keinem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen.
Enttäuschung herrscht beim Fahrgastverband Pro Bahn, der den Südring favorisiert. Dessen Sprecher Andi Barth klagt: „Wenn man bei der Untersuchung unterstellt, an der Poccistraße und am Kolumbusplatz braucht man keinen Halt, ist klar, dass man auf kein positives Ergebnis kommt.“
Für den MVV-Geschäftsführer Alexander Freitag war das Ergebnis zugunsten der zweiten Stammstrecke vorhersehbar: „Was sollte auch anderes herauskommen? Die zweite Röhre hat einfach deutliche Vorteile gegenüber dem Südring.“ Für Freitag ist vor allem entscheidend, dass die Finanzierungs-Vereinbarung baldmöglichst unterzeichnet wird. Das ist aber noch nicht möglich, weil die Kosten für den letzten, umgeplanten Abschnitt am Ostbahnhof noch nicht feststehen.
OB Christian Ude glaubt ebenfalls an das Aus für den Südring: „Dann müssten die notwendigen Entscheidungen noch heuer im Kabinett und im Stadtrat getroffen werden.“ Dass auch die neue Koalition in Berlin sich an frühere Finanzierungszusagen hält, verknüpft Ude mit der Olympiabewerbung, die von „nationalem Interesse“ sei. Außerdem gibt es für ihn auch „keinen Anlass zum Zweifel“, dass die Landesregierung hinter dem Projekt steht.
K.-H. Dix, J. Welte



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