Stadtrat einig: Wiesn 2010 wird verlängert
109.02.10|München|Facebook
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München - Das Oktoberfest 2010 wird um einen Tag verlängert. Eine große Mehrheit des Stadtrats signalisierte heute Zustimmung zu einem entsprechenden Vorschlag von Wirtschaftsreferent Reiter.
Das diesjährige Jubiläums-Oktoberfest dauert einen Tag länger. Nur, ob es schon am Freitag, 17. September, beginnt oder erst am Montag, 4. Oktober, endet, ist unklar – der städtische Wirtschaftsausschuss konnte sich noch zu keiner Entscheidung durchringen. Am 17. September wird auf die historische Wiesn am südwestlichen Bavariaring beginnen, mit einem kleinen historischen Umzug, bei dem die Kutsche von König Ludwig I. mitfährt. Auf der historischen Wiesn, für die vier Euro Eintritt fällig werden, gibt es unter anderem eine Pferderennbahn, ein historisches Zelt für 3500 Menschen und rund 2000 Plätze im Freien. Das eigentliche Wiesn-Gelände bleibt am Freitag zu.
So haben Sie die Wiesn noch nie gesehen
So sehen jedenfalls die Pläne des Wiesn-Stadtrates Helmut Schmid und des Wirtschaftsreferenten Dieter Reiter (beide SPD) aus. Um den Münchnern Gelegenheit zu geben, unter sich auf die Wiesn zu gehen, soll das Oktoberfest um den Montag danach verlängert werden, ohne Reservierungsmöglichkeit. „Kaum ein Tourist wird von auswärts nach München reisen, wenn er nicht weiß, ob er einen Platz bekommt“, erklärt Wiesn-Stadtrat Schmid, wieso er glaubt, dass der zusätzliche Wiesn-Tag nur den Einheimischen zugute kommen würde. CSU, Grünen und FDP reichte das aber nicht aus. Sie fordern soziale Komponenten wie einen dritten Familientag an diesem Montag.
Bei den Eintrittsgeldern zur historischen Wiesn sollte es Ermäßigungen für Kinder und Senioren geben. FDP, Grüne und Teile der CSU wollen sogar den Zusatztag auf den Freitag legen, an dem auch die historische Wiesn beginnt. „Wer weiß, wie viele Leute an diesem Freitag kommen und dann keinen Platz auf der historischen Wiesn kriegen“, so CSU-Stadtrat Vinzenz Zöttl. Außerdem sollten die Stadträte gestern eine halbe Million Euro an städtischen Geldern bewilligen für den Fall, dass die historische Wiesn Verluste schreibt, selbst wenn Wirte, Schausteller und Brauereien das Fest sponsern. „Die Vorlage, die uns vorliegt, ist einfach zu mager, dass wir zustimmen können“, so CSU-Stadtrat Manuel Pretzl. Entscheidung vertagt bis zur Stadtratssitzung am 3. März.
Johannes Welte
Sicherheitsring um die Wiesn
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