München - Auf der Suche nach einem eisfreien Teich ist am Dienstag ein Blässhuhn in die kleine Postfiliale des Münchner Ladenbesitzers Heiko Fischer in der Ohlmüllerstraße (Au) eingezogen – und wollte gar nicht mehr gehen.

© Vinzenz Eichinger
Das "Post-Huhn" aus der Au.
„Als ich morgens die Tür aufschloss, hockte das Tierchen direkt davor und kam auch gleich herein.“ Schnurstracks trippelte das flotte Hühnchen durch den Verkaufsraum, nistete sich ohne sonderliche Scheu im hinteren Teil in einem Regal ein – und war für niemanden mehr zu sprechen: „Wir haben ihm etwas Brot eingeweicht. Daran hat es gnädig gepickt. Ansonsten saß es da wie eine Porzellanfigur. Und zwar sechs Stunden lang. Wir waren ratlos.“
Sylvia Weber hat das verirrte Blässhuhn am Dienstag in der Postagentur behutsam gefangen und an der Tierparkbrücke ausgesetzt. Es marschierte empört zur Isar, gesellte sich dort aber bald zu Artgenossen.
Unter Telefon 089/200 27 06 bietet der LBV besorgten Vogelfreunden Tipps und – falls notwendig – auch tatkräftige Hilfe an.
Dorita Plange
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