023.03.09|München|
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Mit „Der Kaufhaus-Cop“ erobert Comedy-Star James München. Die tz sprach mit ihm über seinen Erfolg.

© Weißfuß
„Hey! Ich bin sportlicher als ich aussehe“, behauptet Kevin James. Vielleicht erschien der Comedystar deshalb zum Interview mit Joggingklamotten und Sneakers
Herzlichen Glückwunsch, Kevin. Sie haben’s geschafft! In den USA hat der Kaufhaus-Cop bereits 140 Millionen Dollar eingespielt.
Kevin James: Ja, ein totaler Überraschungserfolg. Ich glaub’ damit hat keiner wirklich gerechnet. Ich im übrigen auch nicht.
Da dürfte Ihnen ein großer Stein vom Herzen gefallen sein. Schließlich haben Sie sich nicht nur die Hauptrolle, den tollpatschigen Wachmann Paul Blart, auf den Leib geschrieben, sondern auch den Film mitproduziert. Lässt so viel Verantwortung einen noch ruhig schlafen?
Kevin James: Schön wär’s. Ich hab meine schlaflosen Nächte nicht gezählt – das waren zu viele. Schließlich sind ein paar Dinge beim Dreh schiefgelaufen. Es gab den Streik der Drehbuchautoren und zwischendrin stellten sich noch andere Hindernisse in den Weg. Aber wie unser Titelheld im Film sind auch wir über alle Schwierigkeiten hinausgewachsen.
Ja, der Kaufhaus-Cop Paul Blart muss so manche Niederlage einstecken... Kevin James: Und das macht ihn für mich so sympathisch! Hey, er steht immer wieder auf, wenn er auf die Schnauze gefallen ist.
Klingt, als hätten auch Sie damit Erfahrung.
Kevin James: Na klar, in meinem Leben gab’s eine Menge Niederlagen. Mein größter Traum, professioneller Football-Spieler zu werden, ist am College geplatzt.
Trotzdem stellen Sie im Film eine enorme Fitness unter Beweis.
Kevin James: Ja, das ist wirklich unglaublich. Dieser wohl geformte, gestählte Körper... (lacht).
Nein, im Ernst. Sie haben viele der halsbrecherischen Stunts selbst gemacht, oder?
Kevin James: Das stimmt. Ich bin wirklich sportlicher als ich aussehe, und ich glaube, dass ich eine ganz gute Körperbeherrschung habe. So ein paar akrobatische Tricks hab ich schon drauf.
Gab’s irgendwelche Verletzungen?
Welche Szene war denn die Schönste für Sie?
Kevin James: Zweifellos die, in der ich den Krug mit hochprozentigen Margaritas für Limo halte und mich zügellos betrinke. Es war ein Riesenspaß so auszuflippen.
Ansonsten gelten sie ja als recht friedlich und besonnen. Die optimalen Vorausetzungen, um beim nächsten Mal auch Regie zu führen...
Kevin James: Gott bewahre. Es gibt Dinge, von denen ich lieber die Finger lasse. Die Regiearbeit ist wirklich ein harter Job: Du musst Ahnung von der Kamera, dem Licht und der ganzen Technik haben. Nein, ich konzentriere mich lieber voll und ganz auf das, was ich kann – die Comedy.
Viele Ihrer deutschen Fans bedauern das Ende ihrer Sitcom „King of Queens“. Wie sieht’s bei Ihnen aus?
Kevin James: Ich vermisse das Team und die Kollegen schon sehr. Wir haben neun Jahre wie eine große Familie zusammengearbeitet und viel Spaß zusammen gehabt. Hin und wieder treffen wir uns noch und trinken ein Bierchen auf die guten alten Zeiten.
Für Sie hat dagegen eine neue Ära begonnen. Konzentrieren Sie sich jetzt ganz aufs Kino?
Kevin James: Im Moment schon. Ich arbeite derzeit an zwei neuen Filmen. Gemeinsam mit Adam Sandler und Chris Rock. Mit den Dreharbeiten für Zookeeper fangen wir an, wenn ich wieder zu Hause bin.
Hand aufs Herz: Werden Sie München vermissen?
Kevin James: Na klar, Sauerkraut, Schweinebraten und das Verrückteste: süßer Senf! Wenn das nicht das Paradies ist.
Interview: Astrid Kistner

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