522.03.09|München|81 Kommentare
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Tausende Berufspendler im Freistaat können nach der Beilegung des Tarifkonflikts im öffentlichen Nahverkehr Bayerns aufatmen.

© Schlaf
Die Streik-
Die für diese Woche geplanten Streiks bei U-
Die Beschäftigten sollen der Einigung zufolge rückwirkend ab Januar eine Erhöhung des Sockelbetrags um 40 Euro und von 1. Mai an 3,1 Prozent mehr Geld erhalten. Die Schichtzulage soll von 97,15 Euro auf 130,00 Euro, die Wechselschichtzulage von 153,39 Euro auf 200,00 Euro erhöht werden. Zudem sieht der Abschluss weitere monatliche Zulagen von je 50 Euro von 01. Januar bis 30. Juni 2010 vor. “Wir gehen davon aus, dass dieser Tarifvertrag eine Lohnerhöhung von real 5 Prozent bringt“, rechnete ver.di-
Die Tür für die Einigung sei geöffnet worden, nachdem die Arbeitgeber auf eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit verzichtet hätten, sagte der Verhandlungsführer der dbb-
Die Arbeitgeber sprachen von einem Kompromiss, der an die Belastungsgrenze der kommunalen Verkehrsbetriebe gehe. “Es wird überall zähneknirschend akzeptiert“, sagte der KAV-
Dem Ergebnis vom Samstag müssen die Gewerkschaftsmitglieder bei einer erneuten Urabstimmung nun noch zustimmen. Dieses Votum endet am kommenden Freitag. Nach den von Gewerkschaftsseite zunächst für gescheitert erklärten Tarifverhandlungen hatte sich in einer ersten Urabstimmung eine große Mehrheit der Mitglieder zunächst für unbefristete Streiks entschieden. Zum Auftakt hatten daraufhin am Freitag und Samstag Beschäftigte des kommunalen Nahverkehrs in Augsburg ihre Arbeit niedergelegt. Weitere Streiks waren ursprünglich in der kommenden Woche für München, den Großraum Nürnberg und für Regensburg geplant.
Ver.di hatte zunächst für die rund 6500 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsbetriebe im laufenden Jahr 9,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 250 Euro gefordert. Der KAV bot zunächst vom 1. April an eine auf zwei Jahre verteilte Erhöhung um insgesamt 6,95 Prozent, dazu eine Einmalzahlung von 120 Euro im Januar 2011 sowie eine Erhöhung der Schichtzulage von 130 auf 200 Euro. Im Gegenzug hatten die Arbeitgeber aber vom 1. Juli 2010 an eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit um eine halbe Stunde auf 39 Stunden verlangt.