Das neue Nadelöhr am Mittleren Ring

Das neue Nadelöhr am Mittleren Ring

206.10.09|München|16 Kommentare
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München - Kein Tunnel ohne Baustelle, keine Baustelle ohne Stau: Das erleben die Autofahrer Münchens auf dem Mittleren Ring nun schon zum dritten Mal.

© Michael Westermann

In der Garmischer Straße droht Stauchaos. Hier wird die Zahl der Fahrspuren von drei auf zwei reduziert

Seit 2002 rollt der Verkehr im Norden durch den Petueltunnel, seit Juli im Osten durch den neuen Richard-Strauss-Tunnel, und jetzt hat sich die größte Wanderbaustelle der Stadt im Südwesten festgesetzt. Die dritte Röhre kommt rund um den Luise-Kiesselbach-Platz unter den Mittleren Ring.

Die heiße Phase des 373 Millionen-Euro-Projekts hat begonnen – mit Stau: Seit ein paar Tagen bereiten die Arbeiter die Umleitung der Fahrbahnen in der Garmischer Straße vor. Zuerst sind die Spuren Richtung Norden dran. Zwischen Scharnitz- und Waldfriedhofstraße sowie zwischen Krüner Straße und der Lindauer Autobahn A 96 müssen die Experten seitlich der Fahrbahn alles freiräumen – Bushaltestellen, Ampeln, Schilder: um die Fahrbahn umleiten zu können.

Dafür aber brauchen die Arbeiter mit ihren schweren Baggern Platz. Zwischen 10 und 16 Uhr müssen sie einen der drei Streifen abschnittsweise sperren, erklärt der Projektleiter des städtischen Baureferats, Johann Wittmann. Aus drei Spuren werden zwei – das hat Folgen für den Verkehr. „Stau gab es am Mittleren Ring zwar schon vorher, aber derzeit wird er tendenziell mehr. Mehr Stau ist auch künftig zu erwarten“, sagt Wittmann der tz.

München, seine Straßen und ihre Namen

Bis Ende Oktober dauern die Arbeiten in Nordrichtung, danach sind die Spuren Richtung Süden dran. Anschließend stehen den Autos wieder je drei Fahrbahnen zur Verfügung. Doch die Baustelle wandert weiter Richtung Süden.

Anfang November wiederholt sich die Fahrbahnverlegung zwischen Waldfriedhofstraße und Garmischer Autobahn A 95 sowie auf der Heckenstallerstraße zwischen Höglwörther und Passauerstraße. Laut Projektleiter Wittmann sind die Arbeiten im Plan.Nach den Fahrbahnverlegungen kommen die ganz großen Bagger. Sie bohren Pfähle in den Boden, aus denen die Seitenwände des Tunnels entstehen.

In der nördlichen Garmischer Straße soll das ab Anfang November der Fall sein. Die Röhre wird 1530 Meter lang, der Tunnel unter der Heckenstallerstraße 620 Meter, dazwischen rollt der Verkehr in einem offenen, sieben Meter tiefen Graben. Bis 2012 sollen die Tunnels fertig sein, danach steht der Ausbau im Plan. 2015 sollen die ersten Autos unterirdisch unterwegs sein. Dann bekommen die Anwohner einen Park.

David Costanzo

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