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Bandenkrieg in der Blumenau - Massenschlägerei vor beliebter Eisdiele/ Junger Türke mit Stich ins Herz getötet/ Polizei befürchtet Rachefeldzüge

Massenschlägerei vor beliebter Eisdiele/ Junger Türke mit Stich ins Herz getötet/ Polizei befürchtet Rachefeldzüge

Bandenkrieg in der Blumenau

München - Die Gäste im Eiscafé Gelatok an der Terofalstraße wunderten sich am Pfingstmontag sehr. „Schau, wieviel Polizei hier ist“, sagte eine Frau mit einem kleinen Hund auf dem Schoß. „Und überall stehen junge Männer herum“, ergänzt ihr Begleiter und deutete in Richtung Apotheke.

Der Ort der Messerstecherei in der Blumenau – das Eiscafé an der Terofalstraße.

© Jacob Mell

Der Ort der Messerstecherei in der Blumenau – das Eiscafé an der Terofalstraße.

Die starke Polizeipräsenz in der Blumenau hatte einen ernsten Grund: Die Beamten mussten einen Racheakt einer türkischen Clique verhindern – Rache für den Tod von Eftal K. (24). Der junge Mann war am Abend zuvor von einem Unbekannten niedergestochen worden – der Türke starb an seinen Verletzungen.

Es war gegen 18.30 Uhr am Pfingstsonntag, als der Platz vorm Eiscafé Gelatok zum Schauplatz der tödlichen Messerstecherei wurde. Viele Gäste, darunter auch etliche Kinder, saßen gerade vor ihren Eisbechern und genossen die Abendsonne – sie alle wurden Augenzeugen der blutigen Auseinandersetzung zwischen den beiden verfeindeten Gruppen. Die Situation glich einer Szene aus einem Western. Von der einen Seite kam eine Gruppe von fünf bis zehn junge Männer – von der anderen eine Gruppe aus mindestens 20 Halbstarken. Die Burschen – laut Polizei Jugoslawen, Türken und Deutsche – gingen sofort aufeinander los. In der Massenschlägerei zückte irgendeiner ein Messer – und rammte es Eftal K. ins Herz.

Der Wirt des Eiscafés alarmierte die Polizei und den Notarzt, die innerhalb von wenigen Minuten vor Ort waren. Eftal K. wurde mit lebensgefährlichen Stichverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Noch am gleichen Abend vernahm die Polizei mehr als 20, am Montag weitere 30 Zeugen. Bis zum Abend war die Lage unübersichtlich: Die Beamten müssen ermitteln, wer den tödlichen Stich gesetzt hat. Zudem muss geklärt werden, ob derjenige das Messer gezielt verwendet hatte. Die Angehörigen und dutzende Freunde von Eftal K. versammelten sich den ganzen Montag über rund um den Tatort – unter dem wachsamen Auge von Polizisten in Uniform und Zivil. Der Hintergrund der tödlichen Messerstecherei war zunächst unklar. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren.

jam.

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