416.12.09|München|124 Kommentare
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Taufkirchen - Liebevoll streichelt Erika Helborn ihrem Hund Sally übers Fell. „Es ist leider gerade lebensgefährlich, hier spazieren zu gehen“, flüstert die 61-Jährige dem Mischling zu.

© Kurzendörfer
Erika Helborn (im dunkelgrünen Anorak) und die Tierfreunde der Siedlung haben Angst: Ein Irrer legt Giftköder aus.
Mit hier meint Erika Helborn ihre Siedlung – die Wohngegend „Am Wald“ in Taufkirchen. Seit Tagen legt dort ein Hunde-Hasser Giftköder aus und versetzt die Anwohner in Angst und Schrecken. Sogar direkt am Kinderspielplatz wurden die Gift-Salamis schon gefunden!
„Das ist doch ein Wahnsinn“, sagt Erika Helborn kopfschüttelnd und hält zwei der Köder in der Hand. Die Gift-Fallen sehen immer gleich aus: Eine Salami, in die eine blaue Masse gepresst wurde. „Rattengift! Außerdem enthalten die Köder wohl auch noch einen Lockstoff, auf den die Hunde mit Fressgier reagieren.“
Mittlerweile haben die 61-Jährige und die Hundefreunde aus der Nachbarschaft zusätzlich Zettel ausgehängt, auf denen vor den Todesködern gewarnt wird. Auch die Polizei ermittelt schon, da vor wenigen Tagen ein Hund unter schweren Vergiftungserscheinungen litt. Gemein: Rattengift wirkt erst über 24 Stunden später – und dann ist es meist für eine rettende Behandlung zu spät. Erika Helborn: „Und dieser Irre legt diese Köder auch noch am Spielplatz aus. Da könnte es auch ein spielendes Kleinkind essen – das ist doch ein schrecklicher Gedanke.“ Auch eine Grundschule ist ganz in der Nähe des Tatorts.
Wer ist dieser gemeine Hunde-Hasser ohne jedes Gewissen? Derzeit haben die Anwohner ihre Grünfläche ganz genau im Auge – doch noch konnten sie keine verdächtige Person beobachten. „Er muss nachts unterwegs sein – um immer wieder Köder auszulegen“, sind sich die Tierfreunde sicher. Sie hoffen, den Unbekannten bald zu schnappen. „Damit nicht noch ein Hund oder gar ein Mensch zu Schaden kommt – und wieder Ruhe in unsere Siedlung einkehrt.“
age

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