2323.11.08|München|19 Kommentare
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Vor über einem Jahr vergab der bayerische Innenminister Joachim Herrmann eine Machbarkeitsstudie zum Ewigkeitsthema A 99-Südring: Nächsten Mittwoch werden mehrere mögliche Trassen vorgestellt.

© Autobahndirektion Südbayern
Die Bürgerinitiativen warten gespannt auf erste Ergebnisse.
Der Ringschluss soll die A 96 mit dem A 8-Zubringer A 995 verbinden; er könnte zwischen 13 und maximal 35 Kilometer lang sein. Irgendwo zwischen Gauting und Krailling würde er beginnen und bei Oberhaching dürfte die A 99 dann an die A 995 anknüpfen.
Die Autobahndirektion Südbayern preist das Projekt als „großräumige Umfahrung Münchens“ an, die „das untergeordnete Straßennetz erheblich entlastet“. Zwischen Montag und Freitag sollen bis zu 74 000 Fahrzeuge am Tag den Südabschnitt benutzen – wenn er denn jemals gebaut wird. Erste Trassen seien schon ausgeschlossen worden. Welche? Das ist eine der spannenden Fragen für die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden und die Bürgerinitiativen.
Der Bundestag wird ab 2013 entscheiden, welche Verkehrsprojekte in den Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen aufgenommen werden. Eine schon einmal ins Auge gefasste 21,8 Kilometer lange Variante schmiss der Bundestag 2004 wegen ökologischer Bedenken schon mal ganz aus dem Verkehrswegeplan.
Die Bürgerinitativen hätten es gern dabei belassen. „Das Ei hat uns der damalige Innenminister Beckstein ins Nest gelegt“, sagt Karl Hofmann, Vorsitzender der Vereinigten Bürgerinitiativen Südlicher Erholungsraum München. „Seit 35 Jahren kämpfen wir gegen das Projekt“. Die Machbarkeitsstudie, die endgültig wohl im Sommer 2009 vorliegen wird, ist den Gegnern als „ergebnisoffenes“ Verfahren versprochen worden. Demnach könnte auch herauskommen, dass keine einzige Variante dem strengen Kosten-Nutzen-Kalkül standhält.
dw
Quelle: tz

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