Die Umleitungen am Luise-Kiesselbach-Platz laufenStadt warnt: Tunnel-Baustelle weiträumig umfahren!
314.10.09|München|Facebook
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München - Die Tunnel-Baustelle am Mittleren Ring wächst – und mit ihr der Stau: Am Dienstag hat die Stadt erstmals Autos umgeleitet.

© Oliver Bodmer
Baustelle und Staustelle: Am Luise-Kiesselbach-Platz wird der Verkehr in engere Spuren umgeleitet. Bald folgt ein zweiter Abschnitt. Hier gilt Tempo 40!
Die drei Spuren zwischen Luise-Kiesselbach-Platz und Scharnitzstraße verlaufen jetzt rechts neben der alten Fahrbahn. Weitere solcher Verschwenkungen folgen noch in dieser Woche. Für die Autofahrer hat das Konsequenzen – auch wenn das Baureferat immer drei Fahrbahnen in jede Richtung auf dem Mittleren Ring offen halten will. „Ein gewisser Stau ist unvermeidbar“, sagt der Baustellen-Koordinator der Stadt, Richard Bartl. „Unser Appell an Ortskundige lautet: Die Baustelle weiträumig umfahren!“
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Als Alternative stünden die frisch sanierten und parallelen Fürstenrieder und Boschetsrieder Straße sowie die Passauerstraße bereit. Münchens wichtigste Ader – ein Nadelöhr: Denn die Planer mussten die Spuren von stellenweise 3,50 Meter auf nur 3 Meter verschmälern. Der Verkehr fließt nicht mehr geradlinig, sondern im Slalom über die Garmischer Straße. Außerdem fallen zeitweise Abbiegespuren weg – Abbieger bremsen also auch die Autos, die geradeaus wollen. Folge: In der Garmischer Straße gilt ab sofort Tempo 40!
Betroffen sind zunächst die 400 Meter zwischen Waldfriedhof- und Scharnitzstraße, in den nächsten Tagen ist der Abschnitt zwischen Krüner Straße und der Lindauer Autobahn (A 96) dran. Anschließend verlegen die Bauarbeiter die drei Spuren Richtung Süden auf den bisherigen Grünstreifen zwischen den Fahrbahnen.
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Doch damit nicht genug: Um die Umleitungen vorzubereiten, dürfen die Bauarbeiter eine Spur sperren – aber nur zwischen 10 und 16 Uhr. „Am Mittleren Ring gab es vorher schon Stau und jetzt wird es etwas mehr“, betont der Projektleiter der Stadt, Johann Wittmann.
Ende Oktober wird der gesamte Luise-Kiesselbach-Platz mehrere Meter nach Süden verlegt. Danach rücken schwere Geräte an: Sie bohren Pfähle in den Boden, aus denen die Seitenwände des dritten Tunnels unterm Mittleren Ring entstehen. 350 Arbeiter schuften beim 400 Millionen Euro-Projekt, ab 2015 sollen der Verkehr durch die Röhre rollen und die Anwohner aufatmen können.
Bis dahin aber müssen sich Nachbarn und Autofahrer in Geduld üben: In den nächsten Wochen stehen Sperrungen einzelner Seitenstraßen wie der Bernrieder und der Preßburger Straße an. Im kommenden Jahr drohen an einzelnen Tagen sogar Vollsperrungen der Autobahnauffahrten und des gesamten Mittleren Rings.
David Costanzo
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