120.04.09|München|13 Kommentare
|
|Schrift
a /
A||
Der selbst ernannte Guru Oliver Shanti muss sich wegen hundertfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern vor Gericht verantworten.

© BKA
Shanti, bürgerlich Ulrich S. (60), soll Kinder missbraucht haben
Die Staatsanwaltschaft München erhob Anklage gegen den 60-Jährigen, sagte Oberstaatsanwalt Anton Winkler. Ihm werde sexueller Missbrauch von Kindern in 314 Fällen zur Last gelegt. Shanti soll seine Position als Leiter einer esoterischen Kommune in München und später in Portugal systematisch dazu benutzt haben, minderjährige Kinder seiner Anhänger zu missbrauchen. Der Prozess soll Anfang August beginnen.
Den Ermittlungen zufolge steht Shanti im Verdacht, sich von 1985 bis 1998 an vier Buben und zwei Mädchen vergangen zu haben. „Nach unserem Ermittlungsstand war es so, dass er ein hierarchisches System in seiner Sekte aufgebaut hat, bei dem er alle Sektenangehörigen beherrscht hat“, sagte Winkler.
„Wir vermuten, dass – soweit die Opfer Kinder von Sektenangehörigen waren – die Eltern von diesen Missbrauchstatbeständen Kenntnis gehabt haben könnten.“ Gegen Shanti war schon einmal vor zehn Jahren ohne Ergebnis ermittelt worden.

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.