München - Vorstrafen hat er ohne Ende: Körperverletzung, Raub, Vergewaltigung. Pietro P. (24) war gerade mal drei Wochen aus dem Knast heraus, da schlug er wieder zu.

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Einschlägig vorbestraft: Sex-Täter Pietro P. droht die Sicherungsverwahrung.
Er drang ins Auto einer Nachbarin ein, versuchte diese zu vergewaltigen. Seit Dienstag steht der Schrotthändler wieder vor Gericht. Ihm droht jetzt die Sicherungsverwahrung. Der Sexualtäter kennt schon sechs bayerische Gefängnisse von innen: Laufen, Ebrach, Würzburg, Aschaffenburg, Mühldorf und jetzt Stadelheim. Auch im Knast tickt er manchmal aus, er hat auch schon einen Beamten verprügelt. Als er im Juni 2009 mal wieder in Freiheit kam, hätte er eine neue Chance gehabt. Er kam bei seiner Mama in der Schäftlarnstraße unter, musste sich keine Sorgen um seine Einkünfte machen. Am Abend des 17. Juli schlug er erneut zu. Er sah, wie seine Nachbarin gerade ihren Mercedes einparkte. Er klopfte an die Scheibe der Fahrertür, fragte sie: „Bist du die Freundin von dem Typen, der dort wohnt?“
Die Frau verstand zunächst nicht. Er deutete auf ein erleuchtetes Fenster im 1. Stock. Als sie bejahte, riss er die Tür auf, fegte sein Opfer an: „Rutsch rüber!“ Als die Geschädigte nicht reagierte, zischte er: „Rutsch jetzt rein, ich hab eine Knarre dabei!“ Er drückte ihr Gesicht beiseite, kniete sich auf ihren Unterleib und äußerte, dass er sie zum Sex zwingen werde. In Ihrer Verzweiflung gelang es der Frau, den Motor anzulassen und die Hupe zu betätigen. Er schlug zwar ihre Hände weg, aber sie wehrte sich mit aller Kraft. Als sie erneut hupen konnte, ließ der Täter von ihr ab und ergriff die Flucht. So die Anklage.
Staatsanwältin Verena Käbisch: „Der Angeklagte ist aufgrund seines Hanges zu erheblichen Straftaten für die Allgemeinheit gefährlich.“ Sie wird voraussichtlich die Sicherungsverwahrung beantragen. Der Prozess wird fortgesetzt.
Eberhard Unfried
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