München - Großeinsatz auf dem Mittleren Ring: Ein Sondereinsatzkommando der Polizei hat am Mittwochmorgen in einer spektakulären Aktion eine mutmaßliche Geiselnahme beendet.
Gegen 10 Uhr stellten sich laut Augenzeugenberichten in beiden Fahrtrichtungen Einsatzfahrzeuge quer und sperrten die Fahrbahn des Mittleren Rings in Höhe der Chiemgaustraße in Ramersdorf. Das Ziel der Polizisten waren die beiden Insassen eines roten VW Sharan. Die Beamten nahmen einen Mann fest, Rettungssanitäter kümmerten sich um eine Frau, die im Wagen saß.
Ob die Frau tatsächlich bedroht und eine Waffe bei dem Mann gefunden wurde, wollte der Polizei-Sprecher nicht beantworten. Auch ob außer der Frau noch andere Familienangehörige oder Kinder bedroht wurden, blieb unklar.
Dass ein Sondereinsatzkommando alarmiert wurde, sei in einem solchen Fall üblich, teilte die Polizei mit. Zunächst hatte es geheißen, dass der aus Kroatien stammende Mann seine Familie zur Rückkehr in die Heimat zwingen wollte. Diese Version des Geschehens bestätigte die Polizei später nicht mehr. Eine Verfolgungsjagd soll es nicht gegeben haben.
Laut Augenzeugen war neben zivilen Einsatzautos und Streifenwagen auch ein Hubschrauber an dem Einsatz beteiligt, mit dem der rote Sharan möglicherweise aus der Luft entdeckt wurde. Der Mittlere Ring war für den Einsatz etwa 15 Minuten lang gesperrt.
Philipp Vetter



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