Der unfreiwillig berühmt gewordene "Unterhosenmann" bekommt 5.000 Euro, weil ein Pro7-Team ihn überrumpelte und öffentlich bloßstellte.

© dpa
Daniel Aminati moderiert Galileo.
Ein Kamerateam des Pro7-Magazins Galileo hat kürzlich eine Gerichtsvollzieherin bei der Arbeit begleitet. Die Schulden-Eintreiberin klingelte also an einer Tür. Ein Mann, der nur mit einer Unterhose bekleidete war, öffnete. Dies war zwar nicht der Schuldner. Das Kamerateam brachte den Mann dennoch dazu, der Ausstrahlung zuzustimmen, und der Beitrag lief in Galileo.
Im Nachhinein klagte der Mann vor Gericht. Er sei vom Kamerateam überrumpelt worden. Das Münchner Landgericht sah es genauso. Zwar sei im Beitrag klargestellt worden, dass der Mann nicht der Schuldner sei, doch sei sein Persönlichkeitsrecht stark verletzt worden. Die Zustimmung zur Ausstrahlung sei nichtig, die Richter sprachen dem Kläger 5.000 Euro Schmerzensgeld zu.
Quelle: tz



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