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Schatzsuche nach Klattens Millionen

Schatzsuche nach Klattens Millionen

München/Rom - Im Abruzzen-Dorf Pescosansonesco grassiert das Schatzsucherfieber! Irgendwo auf dem Grundstück des Luxus-Landgutes „Rifugio Vallegrande“ sind die noch fehlenden fünfeinhalb Millionen aus der Sex-Erpressung von BMW-Erbin Susanne Klatten vergraben.

Der Fall Klatten zieht weitere Kreise.

© dpa

Der Fall Klatten zieht weitere Kreise.

Es gibt sogar eine Schatzkarte. Doch die kann niemand entschlüsseln – außer Sekten-Guru Ernano Barretta. Und der sitzt in Pescara in Untersuchungshaft und schweigt. 7,5 Millionen Euro hatte ihr Ex-Liebhaber Helg Sgarbi (43) Deutschlands reichster Frau schon abgeknöpft, bevor sie ihn endlich anzeigte.

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Das Geld gab er seinem italienischen Komplizen Ernano Barretta (63). Der warf flugs zwei Millionen für Luxusautos (darunter zwei Audi Q 7) und Immobilien raus. Den Rest aber steckte er in mehrere Metallbehälter und verbuddelte sie auf seinem Landgut in Pescosansonesco (Mittelitalien). Das weiß die Polizei aus mehreren abgehörten Telefonaten des 63-Jährigen.

Um seine Schatzkistlein selbst wiederzufinden, malte Barretta eine hübsche Karte, aber eine, die nur er versteht: Die zwei Blatt Papier, die den italienischen Ermittlern vorliegen, sind voll mit Geheimschrift und rätselhaften Zeichnungen. Staatsanwalt Gerardo Varone ist ratlos. Der Zeitung La Repubblica sagte er: „Wir sind sicher, dass sich die übrigen Millionen aus den Erpressungen auf dem Gelände des Landguts befinden. Sie zu suchen, ist aber ein unmögliches Unterfangen, weil es sich um ein großes Talgebiet handelt.“

Das "Refugio Vallegrande": Das Edel-Hotel verfügt sogar über einen Helikopter-Landeplatz.Das "Refugio Vallegrande": Das Edel-Hotel verfügt sogar über einen Helikopter-Landeplatz.

Ernano Barretta hat nach Informationen der Schweizer Zeitung Blick in der 569-Seelen-Gemeinde Pescosansonesco das Zentrum seiner obskuren Sekte errichtet. Im „Rifugio Vallegrande“ scharte der Wunderheiler und selbst ernannte „Bote Gottes“ seine Jünger – in der Hauptsache Deutsche und Schweizer – um sich, vermietete an Edeltouristen, veranstaltete Hochzeitsbanketts. Und er vergrößerte sein Imperium: Im Dorf gehören ihm noch weitere Häuser, Bars und eine Frühstückspension. Viele Orte, an denen die Millionen ebenfalls versteckt sein könnten.

Erpressungsopfer Susanne Klatten rechnet kaum damit, ihr Geld je wiederzusehen. Sgarbi, den sie „faszinierend“ fand, hatte ihr zunächst versprochen, die 7,5 Millionen zurückzuzahlen. Das Geld habe sie dann spenden wollen, heißt es. Im Moment lenkt sich die Milliardärin mit Geschäften ab.

Eine Milliarde - wieviel ist das?

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Quelle: tz

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