Rushh-Drive-Millionäre liefern sich Privatrennen

Rushh-Drive-Millionäre liefern sich Privatrennen

526.05.08|München|11 Kommentare
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München - So viel zum Thema: „Wir sind doch keine Raser...!“: Nicht sehr weit kamen zwei Porschefahrer, die ursprünglich an der (verboteten) Millionärs-Rallye „Rushh Drive 2008“ teilnehmen wollten.

Kaum freigegeben, wurden die teuren Flitzer wieder von der Polizei beschlagnahmt.

© Kurzendörfer

Kaum freigegeben, wurden die teuren Flitzer wieder von der Polizei beschlagnahmt.

Auf der Leopoldstraße lieferten sich die beiden mit Tempo 100 und qualmenden Reifen ein Privatrennen – dicht gefolgt von einem Hondafahrer (29), der glaubte, es mit den beiden aufnehmen zu müssen. Alle drei übersahen dabei ein kleines, aber eben renn-entscheidendes Detail. Nämlich die Zivilstreife der Münchner Polizei direkt dahinter!

Drei Tage lang hatte die Polizei die 63 Luxus-Schlitten der schwerreichen C-Prominenz in einer Poinger Lagerhalle eingefroren, um die Rallye zu unterbinden. Erst am Sonntag durften die Möchtegern-Schumis ihre Autos wieder holen. Dazu gehörten auch die beiden Porsche 911, die um 22.40 Uhr einer Zivilstreife an der Kreuzung Leopold-/Feilitzschstraße auffielen. Mit aufheulenden Motoren jagten die beiden los, als die Ampel grün wurde. Mit 100 durch die Tempo-30-Baustelle, zeitweise 120 km/h schnell! Die Zivilbeamten hatten Mühe, den Rasern zu folgen. Zumal ein Porschefahrer offenbar Lunte roch und blitzschnell abbog. Kein Bolide jedoch ist schneller als der Polizeifunk. An der Schenkendorfstraße wurden die Rennfahrer mit Blaulicht in die Boxengasse gewunken: Motor abstellen, aussteigen, Papiere bitte – blöd gelaufen, meine Herren! Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Die Fahrer (32 und 31 Jahre) aus dem Schweizer Kanton Aargau und aus Baden-Württemberg und den Münchner Hondafahrer (29) erwartet ein dreimonatiges Fahrverbot, dazu Punkte und eine Geldstrafe, die aber zumindest die beiden Millionäre nicht sonderlich jucken wird. Wieder wurden die Porsche beschlagnahmt und erst am Montag wieder frei gegeben. Der Honda Accord dagegen blieb in der Polizei-Werkstatt. Es besteht der Verdacht, dass Änderungen an Auspuff-Anlage und Fahrwerk nicht genehmigt sind.

Von den 63 beschlagnahmten Rallye-Autos wurden einige noch nicht abgeholt und befinden sich noch in Polizeigewahrsam. Wetten, dass der „Rushh Drive 2009“ im nächsten Jahr einen riesigen Bogen um Bayern rasen wird?

Quelle: tz

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