016.08.10|München|26 Kommentare
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München - Im Streit zwischen den Münchner Olympia-Bewerbern und den Garmischer Bauern hat Maria Riesch angeboten, als Vermittlerin aufzutreten.

© dpa
Maria Riesch soll vermitteln
Die Bauern in Garmisch-Partenkirchen wollen ihre Grundstücke weiterhin nicht hergeben, die Kritiker an der Olympia-Bewerbung 2018 werden immer mehr, und auch die internen Widerstände gegen Bewerbungsboss Willy Bogner werden größer. Nach Katarina Witt kritisierte nun auch Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch den 68-Jährigen – gleichzeitig bot sie aber auch an, im Streit zwischen den Münchner Bewerbern und den Garmischer Bauern zu vermitteln. In Bogners Kommunikation mit den Garmischer Olympia-Kritikern sei „einiges unrund gelaufen“, sagte Riesch jetzt der Süddeutschen Zeitung. „Das Motto der Spiele sind die ‚freundlichen Spiele‘. Also muss man mit den Menschen, die damit zu tun haben, freundlich umgehen.“ Auch die Kuratoriumsvorsitzende der Bewerbungsgesellschaft, Kati Witt, hatte Bogner mangelhafte Umgangsformen vorgeworfen.
Riesch bot nun an, Bogners Fehler auszubügeln und Bauern, die ihre Grundstücke für die Spiele nicht freigeben wollen, zu besänftigen. „Falls dies von beiden Parteien gewünscht wird, stehe ich für solche Gespräche gerne zur Verfügung“, sagte die Ski-Rennläuferin. Sie sei „jederzeit für eine Ausweitung meiner Botschafterrolle bereit“. „Das ist mit uns abgestimmt gewesen. Ob wir darauf zurückgreifen werden, muss sich ergeben. Viele konkrete Fragen der Grundstücksbesitzer müssen aber die Planer und Organisatoren beantworten“, sagte der Kommunikations-Direktor der Bewerbung, Jochen Färber. Bogner selbst konnte sich nicht äußern, weil er auf dem Rückweg von Jugend-Olympia aus Singapur im Flugzeug saß.
Bogner hatte von Riesch und ihrem Partenkirchener Klubkollegen Felix Neureuther zuletzt mehr Engagement für „München 2018“ gefordert – was nicht besonders gut ankam. Riesch gibt sich auch in dieser Angelegenheit diplomatisch. „Ich glaube nicht, dass Bogner uns beide direkt, sondern stellvertretend für alle Garmischer angesprochen hat, die hinter dieser Idee der Spiele stehen. Anders kann ich mir es gar nicht vorstellen“, sagte die 25-Jährige dazu. Riesch betonte, mit der Bewerbung „sehr emotional verbunden“ zu sein: „Spiele in meiner Region wären ein Traum.“
tz

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