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Die narrischen Tage des OB - so bunt treibt's die SPD

Die narrischen Tage des OB: So bunt treibt's die SPD

München - Beim Fasching wird es ernst: OB Christian Ude (SPD) besucht am Freitag zum ersten Mal „Fastnacht in Franken“ in Veitshöchheim - doch das Kostüm ist so geheim wie ein Schwur in der SPD-Spitze.

© Sclaf

Traditionell mit Spaß am Fasching: Christian Ude (hier auf einem Bild von 2005).

Nur so viel: Er hat es schon anprobiert und es hat offenbar mit seinem Schnurrbart zu tun. Der gehöre nicht zur Verkleidung, sagt Ude, den habe er ja schon. Geht der OB als Peppone? Der kommunistische Bürgermeister sieht ja nicht immer gut gegen Dorfpfarrer Don Camillo aus...

Fasching 2012: Die besten Kostümideen für Männer

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So oder so ist Veitshöchheim ein Pflichttermin für Ude, der sich in diesen tollen Tagen anschickt, Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) herauszufordern. Die Sendung im Bayerischen Fernsehen verfolgten im vergangenen Jahr 3,52 Millionen Menschen, fast jeder zweite Fernsehzuschauer im Freistaat. Er sei „gut gewappnet“ - schließlich werden ihm nicht nur Waltraud und Mariechen die Leviten lesen. Die Narren dürften es kaum auf sich sitzen lassen, dass Ude Aschaffenburg nach Oberfranken verlegte...

Nur wenige Tage später kann er selber spotten: Beim politischen Aschermittwoch in Vilshofen findet das bunte Treiben seinen Höhepunkt. Ein paar Sprüche ließ der OB am Dienstag schon los. Nach dem Debakel der BayernLB drohe den GBW-Mietern die Altbauspekulation („Wir werden nicht den Mantel der Nächstenliebe über der Staatsregierung ausbreiten.“). Den von Seehofer versprochenen neuen Konzertsaal in München lehnt er ab („Dieser Debatte bin ich auf jedem bayerischen Bauernhof gewachsen.“) Für den bis 2030 angekündigten Schuldenabbau mache Seehofer erstmal 600 Millionen Euro neue Schulden, weil er nichts für die Pensionen der Beamten spare. So ein langfristiges Versprechen sei Scharlatanerie des Ministerpräsidenten (Ude: „Das betrifft ja noch meinen Nachnachfolger …).

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Viel Stoff für Vilshofen und viel Arbeit für die SPD. Statt 500 Leute im Wolferstetter Keller sollten erst 2000 Besucher kommen. Jetzt müssen die Genossen ein kleines ans große Festzelt anbauen, die Gastronomie auslagern und die Bühne verkleinern, weil 3500 Menschen Ude sehen wollen. 39 Busse sind angemeldet, der Wirt hat 1500 Krüge mit SPD-Logo machen lassen. Die Veranstalter rechnen schon damit, dass das Handy-Netz zusammenbricht. 110 Journalisten sind angemeldet, die SPÖ kommt mit zwei Bussen aus Wien, die Genossen im Spessart fahren um 3 Uhr los, der Fußballverein hat drei Tische reserviert und selbst die örtlichen Freien Wähler wollen dabei sein - genau wie die CSU. Wie narrisch.

David Costanzo

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