Prominente Initiative trägt Dominik Brunners Vermächtnis weiter

Münchner Courage: Sie tragen Dominik Brunners Vermächtnis weiter

022.11.09|München|3 KommentareFacebook
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München - Zivilcourage zeigen ist Dominik Brunners Vermächtnis – am Sonntag wurde in der Allianz Arena das Bündnis Münchner Courage – Eine Initiative gegen Gewalt gegründet.

Innenminister Joachim Herrmann, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, OB Christian Ude und Bayern-Manager Uli Hoeneß stellen die Initiative vor

© dpa

Innenminister Joachim Herrmann, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, OB Christian Ude und Bayern-Manager Uli Hoeneß stellen die Initiative vor

E s war eine Gewalttat, die ganz Deutschland erschütterte: Am 12. September wurde der Münchner Unternehmer Dominik Brunner (50) erschlagen, als er am S-Bahnhof in Solln Kinder vor jugendlichen Schlägern schützen wollte. Zivilcourage zeigen ist Brunners Vermächtnis – am Sonntag wurde in der Allianz Arena das Bündnis Münchner Courage – Eine Initiative gegen Gewalt gegründet.

Hoeneß stellt Münchner Courage vor

In der ganzen Stadt wurde der Ruf nach einer Initiative laut, die im Sinne Brunners die Bürger wieder zum Hinsehen und Einmischen bewegen soll. Vor dem FC Bayern-Spiel am Sonntag gegen Bayer Leverkusen sagte FC Bayern-Manager Uli Hoeneß: „Dies ist nun geschehen. Wir haben mit starken Partnern eine Initiative ins Leben gerufen. Nur gemeinsam können wir Auswüchse in der Gesellschaft eindämmen und bekämpfen.“

Neben dem FC Bayern unterstützen die Landeshauptstadt München, die Münchner Polizei, das bayerische Innenministerium sowie die evangelische und katholische Kirche das Bündnis für Courage. Der Erzbischof der Erzdiözese München-Freising Engelbert Siebler erklärt: „Als Münchner hat mich das Verbrechen an Dominik Brunner tief betroffen. Wie kann so etwas in unserer Stadt passieren? Das Bündnis setzt sich dafür ein, dass sich so eine Gewalttat nicht wiederholt.“

OB Christian Ude erklärt die Ziele der Aktion: „Jeder einzelne Partner der Initiative setzt alle ihm möglichen Hebel in Bewegung, um Gewalt zu verhindern. Auch hier zählt der Zusammenhalt, denn durch die Vernetzung wollen wir gemeinsam gegen Gewalt vorgehen und uns für Zivilcourage einsetzen. Dadurch wollen wir ein klares Signal setzen: In München ist kein Platz für Gewalt!“ Alle Dienststellen der Stadt, die für Kinder und Jugendliche Verantwortung tragen, arbeiteten daran, Gewalt möglichst früh vorzubeugen und den respektvollen Umgang miteinander, sowie das Eintreten füreinander zu fördern. Eine Koordinierungsstelle im Rathaus soll die Aktivitäten bald bündeln.

Mit Unterstützung des Deutschen Herzzentrums München wurde am Sonntag außerdem die Dominik-Brunner-Stiftung gegründet. „Sie soll Menschen und deren Angehörigen helfen, die wegen ihres selbstlosen Handelns oder aus anderen Gründen unverschuldet in Not geraten sind“, erklärt der Initiator Peter Maier, ein Ex-Kollege Brunners. Die Stiftung will auch den Opfern helfen und die Erziehung, Volks- und Berufsbildung im Sinne von Zivilcourage und Gewaltprävention fördern. Am 20. Dezember, dem 4. Advent, lädt die Stiftung am Odeonsplatz zu einer Auftaktveranstaltung, auch Ministerpräsident Horst Seehofer wird kommen.

Weitere Infos: www.muenchner-courage.de und www.dominik-brunner-stiftung.de. Spendenkonto der Dominik-Brunner-Stiftung: Sparkasse Landshut, BLZ: 743 500 00, Kto.-Nr.: 20 14 54 89.

Johannes Welte

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