022.09.09|München|6 Kommentare
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München - Die Sommerpause hat dem rot-grünen Rathausbündnis gut getan. War es vor den Ferien etwas abgekühlt, so präsentierten OB Christian Ude und die Umweltsprecher der Koalitionspartner gestern sonnige Mienen und ein zukunftsträchtiges Solarprojekt.
Sie wollen Bürgern und Unternehmen aufs Dach steigen und auch sonst Flächen mit Photovoltaik-Anlagen zupflastern. Ziel: Zehn Prozent des in München benötigten Stroms soll auf städtischen Dächern produziert werden. Das passt ins Vorhaben der Stadtwerke, bis 2025 die Privathaushalte mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Der größte Teil würde allerdings von Windrädern etwa in der Nordsee oder von Solarkraftwerken in Spanien erzeugt, wo die Sonne häufiger scheint als hierzulande. Auch die jährlich ca. 1800 Sonnenstunden in München sollen genutzt werden; das Potenzial wären 1100 Kilowattstunden/Quadratmeter.
Ude: „Alle Akteure müssen mitmachen, Politik, Wirtschaft, Nicht-Regierungsorganisatioen und Privatleute.“ Sie alle sollen in der Solarinitiative München (SIM) vereinigt werden. Grünen-Stadträtin Sabine Nallinger, die das Projekt angestoßen hat: „Bis zum Jahr 2015 wollen wir die Umwandlung der Münchner Dächer weitgehend umgesetzt haben.“ Ende 2008 waren laut Stadtwerke in München 1391 PV-Anlagen mit Netzeinspeisung installiert. Sie erzeugten 7,3 Megawatt. Die SIM will 50-Mal mehr erreichen. „Dies bedeutet unter Idealbedingungen zur Mittagszeit 100 Prozent des Stromverbrauchs, im Jahresschnitt 10 Prozent.“ Wer sich für SIM interessiert: SIM@muenchen.de.
tz
Rubriklistenbild: © Kruse
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