München – Die Weltstadt der feinen Bars

München – Die Weltstadt der feinen Bars

017.11.09|München|1 Kommentar
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München - Natürlich hat München weit mehr zu bieten als die P1-Bar und das Schumann‘s. Gepflegt versacken lässt es sich in zahlreichen Etablissements. Ein kleiner Überblick:

Deutschlands prominenteste Bar-Ikone Charles Schumann

© Jantz

Deutschlands prominenteste Bar-Ikone Charles Schumann

Auch Deutschlands prominenteste Bar-Ikone Charles Schumann soll recht angetan von den Örtlichkeiten sein, so zumindest erzählt es P1-Bar-Chef Keiwan Mir Heidari. Natürlich hat München weit mehr zu bieten als nur die großen zwei. Gepflegt versacken lässt es sich in zahlreichen Etablissements, von der hippen Isarvorstadt bis hinein ins tiefe Schwabing, vom beschaulichen Lehel bis in die erwachte Innenstadt. Ein kleiner Überblick über die Münchner Bars:

P1-Bar: 70 Wodkas im „Bar-Altar“

14 Meter hohe Decken, als ganz in violett gehalten, Hingucker ist der der gut vier Meter hohe Baraufbau, der sich optisch an die monumentalen Säulendurchgänge anlehnt, „Bar-Altar“ sagt dazu Michael Käfer. Bestückt ist das sakrale Mobiliar mit durchaus weltlichen Genüssen, darunter über 70 verschiedene Wodka-Marken. „Das P1 hat sich schon immer auch über den Genuss von Wodka definiert“, erklärt P1-Bar-Chef Oliver von Carnap. „Mit unserem Angebot wollen wir neue Standards setzen.“ Und das Stammpublikum unter der Woche wieder stärker an die Dach-Marke binden, denen der Club-Betrieb zu laut und zu spät geworden ist. Vorerst nur bis Ende August 2010, dann läuft der Mietvertrag aus (Prinzregentenstraße 1, Di. bis Sa. ab 18 Uhr).

Neuer Hot Spot in München: Die P1-Bar

Schumann‘s: Hier gibt es großes Theater

Münchens Bar-Institution am Odeonsplatz von Patron und Baldessarini-Model Charles Schumann. Er steht noch immer jeden Tag selbst in der Küche, um zu seinen klassischen Drinks leckeres Barfood zu servieren. Kaum ein Abend, an dem nicht Münchner Prominenz abhängt, Boris Becker, Günter Maria Halmer, Udo Wachtvaitl oder Edgar Selge sind regelmäßig anzutreffen. Etwas Besonderes sind sie hier kaum. Die wahren Helden heißen Stefan, Klaus, Roman oder Kosta – und sind die Barkeeper. Großes Theater, das jede Nacht eine neue Vorstellung im Programm hat. (Odeonsplatz 6+7, Mo-Fr. 17 bis 3 Uhr, Sa, So 18 bis3 Uhr; www.schumann.de)

Bar Harlander: Die neue Heimat von Reich & Schön

Was macht einen Szene-Hangout aus? Eine Mischung aus Schöbheiten, Halb-Promis, ein bisserl Jetset und Gastronomen anderer In-Läden. Zu besichtigen allabendlich in der Bar Harlander in der Bräuhausstraße. Vor sechs Jahren hat Alfons Harlander seine Bar in den Räumen des ehemaligen Irish Pub Galway Hookker eröffnet. Innerhalb weniger Wochen war sie bereits mega-hipp. Denn „Reich & schön“ hatte sich das Harlander schnell als ihr neues Mekka auserkoren. Anstelle von Guiness fließen seitdem vornehmlich Cocktails und Longdrinks. Für seinen Berufsstand reichlich unprätentiös geriert sich der Türsteher, der auch Nichtstammgäste in das übersichtliche Allerheiligste vorlässt, vorausgesetzt, sie kommen nicht angetrunken aus dem benachbarten Hofbräuhaus (Bräuhausstraße 8, Montag bis Samstag von 20 bis 4 Uhr, www.bar-harlander.de).

Negroni: Auswahl unter 140 Cocktails

Negroni ist eigentlich ein Drink aus Wermut, Gin und Campari, der in Italien erfunden wurde, in der gleichnamigen Bar in der Sedanstraße (zuvor Innere Wiener Straße) ist der Aperitif nur einer von 140 Cocktails auf der Karte, einige davon haben die beiden preisgekrönten Chefs Michele Fiordoliva und Mauro Mahjoub selbst kreiert. Man sitzt gemütlich auf gediegenen Lederbänken zwischen dunkler Holztäfelung, indirekte Beleuchtung und Kerzen sorgen für Wohlfühl-Atmosphäre (Sedanstraße 9, täglich ab 18 Uhr, www.negronibar.de).

Privée: Unten Club – oben Bar

Der Untertitel zu der Unternehmung von Roman Libbertz und Michael Meleschko lautet „Der Untergang“ – weil das mittlerweile dritte Privée auch das letzte sein soll, so beteuern die Wirte. Entsprechend haben sie ihre Bar mit Porträts dem Untergang geweihter Promis gewidmet, von Greta Garbo über Rocky Marciano bis Fritz Wepper, dessen Untergangs-Szenario vor Jahren im ersten Privée in Schwabing fotografisch fest gehalten wurde. Unten Club, oben gut sortierte Bar mit interessanter Weinkarte und kompetentem Personal, eher szenig mit intellektuellem Einschlag und lauschigem Innenhof (Falkenturmstraße 8, Do. bis Sa. ab 20 Uhr, www.barprivee.de)

Havana Club: Ausflug in eine andere Welt

Fast schon so etwas wie ein Anachronismus in Zeiten von Lounges und durchgestylten Bar-Locations. Dank Hemingway gilt Kuba im Allgemeinen und Havana im Besonderen noch immer als Wiege karibischer Bar-Kultur. Der Havana Club in München gab sich alle Mühe, den romantischen Vorstellungen zu entsprechen. Die Einrichtung hat inzwischen etwas Patina angesetzt. Aber es gibt wenige Bars in München, in denen man so gemütlich und entspannt sitzt wie hier – in einer anderen Welt. Das Hauptaugenmerk wird nach wie vor auf die handwerklich perfekte Zubereitung der Drinks gelegt. Das merkt man schon beim Mixen und – viel wichtiger aber – man schmeckt es. Unaufgeregt, unprätentiös, aber stilvoll. Daiquiris probieren! (Herrnstraße 30, Mo-So ab 18 Uhr, www.havanaclub-muenchen.de).

Iwan‘s: Drinks mit Pfeffer

Das Getränkesortiment der Iwan’s-Bar dürfte vielen noch aus dem „alten“ Iwan’s (schloss 2004) in der Sonnenstraße bekannt sein. Bereits dort zeichnete Michael Wendlinger-Iwan als Chef-Barkeeper seinem verblüffenden Wissen auf dem Gebiet der Getränkekunde. 400 Cocktails beherrscht er aus dem Stegreif, mit spontanen Eigen-kreationen wie dem Rosmarin-Martini, dem Fit-für-die-Nacht-Cocktail „Voo Voo“ oder der Abwandlung des Moscow Mule mit Gin, Gurke und frischem Pfeffer erweitert er sein Repertoire. Das neue Iwan’s, das er wie den Vorgänger zusammen mit Namenspatron Dorian Iwan betreibt, ist allerdings noch gemütlicher, zu den Drinks wird Bar-Food serviert (Hans-Sachs-Straße 20, tägl. außer sonntags ab 18 Uhr, www.iwans-bar.de).

Café Kosmos: In der Marsstraße geht es ins Kosmos

Die Koordinaten sprechen auf den ersten Blick nicht auf einen szenigen Bar-Treff: Im Bahnhofsviertel neben einem Waffengeschäft gelegen, weit und breit kein anderer Hot-Spot, die Barkeeper schenken das nicht unbedingt als Premium Marke eingeführte Astra-Bier aus. Doch der Schein trügt: Das Café Kosmos (heißt so, weil sich der Eingang an der Marsstraße befindet) hat sich seit seiner Eröffnung vor zwei Jahren in Windeseile einen Namen gemacht. Sei es durch seine schräg-gemütliche Einrichtung, sei es auch durch seine geschulten Inhaber, die leckere Cocktails kredenzen, sei es durch seine außergewöhnliche Gin-Auswahl, sei es durch die Gäste, die lässig, feierfreudig, und – wie das Lokal selbst – entspannt sind (Dachauerstraße 7, Mo-Fr ab 12 Uhr, Sa., So. ab 18 Uhr, www.cafe-kosmos.de)

Noch mehr trendige Infos finden Sie auf www.partygaenger.de.

Thomas Oßwald

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