Aus für den Radl-Clown?
027.04.10|München|Facebook
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München - Er hat eine rote Narrenkappe auf und soll Radler anhalten und belehren, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten. Jetzt sorgt der RadlClown für Aufregung im Rathaus.
Die FDP will ihn mit sofortiger Wirkung feuern! Der Radl-Clown ist Bestandteil einer von den Grünen initiierten Marketing-Kampagne, mit der für vier Millionen Euro das Image des Radelns verbessert werden soll. Die Rathaus-FDP glaubt mit dem Joker schon einmal Einsparpotential gefunden zu haben: „Der Einsatz von ,Radl-Clowns’ zur sanften Erziehung von Fahrradfahrern ist schlicht Geldverschwendung und muss beendet werden“, so der frisch wiedergewählte Rathaus-Fraktionschef der FDP, Michael Mattar.
Die dümmsten Raserausreden
In einem Dringlichkeitsantrag zur heutigen Stadtratsvollversammlung verlangt die FDP, den Radl-Clown mit sofortiger Wirkung zu stoppen. Mattar: „Für diesen Schmarrn muss wirklich kein Steuergeld ausgegeben werden.“ Mattar fordert außerdem, dass die Maßnahmen des millionenschweren Radl-Pakets im Detail im Stadtrat vorgestellt werden.
Mattars weitere Forderung: „Sicherheitshalber wird für alle noch nicht verausgabten Mittel eine sofortige Haushaltssperre von 30 Prozent erlassen.“ SPD-Fraktionschef Alexander Reissl verteidigt die Radl-Kampagne: „Zum Radl-Joker sage ich nichts, wir haben aber dem gesamten Paket zugestimmt. Es ist Bestandteil des Koalitionsvertrages mit den Grünen.“
Johannes Welte
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