
In dem im Hirschkäfer-Verlag erschienenen Buch "Absolut München - das München-Sammelsurium" finden sich zahlreiche interessante Fakten und Geschichten über unsere Landeshauptstadt. Sehen Sie folgend einen Überblick über die schlimmsten Katastrophen, die sich in über 850 Jahren Stadtgeschichte hier ereigneten.

Immer wieder wurde das alte München von Feuerkatastrophen heimgesucht. Die schlimmsten und verheerendsten ereigneten sich in den Jahren 1221, 1310, 1327, 1410, 1434, 1592 und 1618. © dpa

1348: In diesen Tagen wurde München erstmals schwerwiegend von der Pest heimgesucht. Etwa 15.000 Münchner starben während der ersten großen Pestepidemie Mitte des 14. Jahrhunderts.. Bis 1680 suchte die Pest München weitere 25 Mal heim. © dpa

Es lässt sich kaum zählen, wie oft in München Brücken eingestürzt sind. Dort, wo heute die Ludwigsbrücke steht, stand damals die allererste Brücke Münchens. Seinerzeit noch aus maroder Holzkonstruktion, stürzte die Isarbrücke des öfteren ein. Sei es wegen Hochwasser oder aus Kriegsgründen. © Welte

7. Oktober 1488: Ein Orkan zerstört 200 Häuser in München. Die Schäden sind so verheerend, dass neue Bauvorschriften in Kraft treten. © dpa

24. Dezember 1705: Bei der Sendlinger Mordweihnacht metzeln kaiserlich-habsburgische Truppen 1.031 Bauern aus dem Oberland nieder. Die Bauern hatten München aus der Hand der Österreicher befreien wollen (im Bild ein Festumzug zur Sendlinger Kirche) © Haag

13. September 1813: Die nun steinerne Isarbrücke wird erneut von einem Jahrunderthochwasser weggespült. Besonders tragisch: Zum Zeitpunkt des Unglücks befinden sich zahlreiche Menschen auf der Brücke, die das Schauspiel der reißenden Isar aus der Nähe betrachten wollen. 107 Menschen sterben. © Welte

16. Mai 1835: Der 23-jährige Oberkanonier Stanislaus Schmitt begeht aus Protest gegen die schikanösen Bedingungen beim Militär Selbstmord. Er tut dies auf schrecklichste Weise und zieht Unschuldige mit in den Tod: Er jagt sich mit dem Pulverturm auf dem Obberwiesenfeld in die Luft. Die Trümmer fliegen bis Föhring, Ismaning und Harlaching. Neun Menschen sterben, weite Teile der damals frisch entstandenen Maxvorstadt werden zerstört. © dpa

1836: Die erste große Choleraepidemie rafft 918 Münchner dahin. Weitere Choleraepidemien folgen 1854 (2.884 Tote, darunter Königsmutter Therese) und 1873 (362 Tote). © dpa
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18. Februar 1881: Bei einer Faschingsfeier der Kunstakademie in Kils Kolosseum (an der heutigen Kolosseumstraße) verbrennen neun als Eskimos verkleidete Studenten, als ihre Kostüme Feuer fangen. © dpa
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7. April bis 2. Mai 1919: Wenige Monate nach dem Tod des ersten bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner (Bild) löst die Münchner Räterepublik blutige Kämpfe aus. 719 Tote und 303 Schwerverletzte sind das Ergebnis der Kämpfe zwischen Rot- und Weißgardisten. © dpa
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ab 1920: Was mit einem von der konservativen High-Society gehätschelten österreichischen Hobbymaler in München seinen Anfang nimmt, wird zum Albtraum für die ganze Welt: ca. 55 Millionen Menschenleben gehen auch auf das Gewissen jener Münchner, die Adolf H. in die Salons einführten. © dpa
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6. Juni 1931: Der 1854 erbaute Glaspalast im alten Botanischen Garten brennt während einer bedeutendenen Ausstellung deutscher Romantiker komplett nieder. 110 Meisterwerke verbrennen. Für viele Münchner ein Fanal, dass dunkle Zeiten über die Stadt hereinbrechen. © MAN
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17./18. Dezember 1944. Die schlimmste Bombennacht des Zweiten Weltkriegs fordert 562 Menschenleben, 49.000 werden obdachlos. © Archiv/Repro Haag
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April 1945: 6.632 Münchner sterben während des Zweiten Weltkriegs im Bombenhagel. Insgesamt fallen auf München: 500 Minenbomben, 61.000 Sprengbomben, 145.000 Phosphorbomben, 3.350.000 Stabbrandbomben. 12.500 Gebäude werden total zerstört, 10.610 schwer-, 13.240 mittelbeschädigt. © Archiv/Repro Haag
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6. Februar 1958: Die halbe Mannschaft von Manchester United, die auf dem Rückweg eines Europapokalspiels in Belgrad einen Zwischenstopp in München eingelegt hatte, kommt bei einem misslungenen Startversuch ihres Flugzeugs in Riem ums Leben. 23 der 43 Flugzeuginsassen sterben. © dpa
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17. Dezember 1960: Eine amerikanische Militärmaschine streift kurz nach dem Start in Riem die Turmspitze der Paulskirche und stürzt auf eine Tram in der Martin-Greif-Straße. 52 Menschen sterben. © Archiv
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13. Februar 1970: Sieben Bewohner des jüdischen Altenheims in der Reichenbachstraße 27 sterben bei einem Brandanschlag, dessen Urheber nie gefunden werden. © fkn
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4. August 1971: Der erste Banküberfall mit Geiselnahme in Deutschland geschieht in einer Bank in der Prinzregentenstraße. Unter den Augen tausender Schaulustiger endet die Geiselnahme blutig: Ein Geiselnehmer sowie eine Bankangestellte sterben. © dpa/Archiv
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1973: Der Löwenbräukeller am Stiglmaierlatz erlebt 1973 und 1986 zwei Brandkatastrophen. Bei der ersten werden zwei Teenager zu Tode getrampelt, die zweite geht glimpflich aus. © gs
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7. März 1975: Ein städtischer Omnibus wird in Allach an einem Bahnübergang von einem Zug erfasst. 12 Businsassen, überwiegend Kinder, sterben. © Archiv
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26. September 1980: Bei einem Bombenanschlag auf dem Oktoberfest sterben 13 Menschen, 211 werden zum Teil schwer verletzt. Der Anschlag soll auf das Konto eines rechtsradikalen Einzeltäters gegangen sein, der bei der Expolsion selber umkam. Endgültig aufgeklärt wurde der Fall nie. © dpa
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12. Juli 1984: Der schwerste Hagelsturm der deutschen Wettergeschichte walzt am Abend über München herab. Hagelkörner mit einem Gewicht von bis zu 800 Gramm und 14 Zentimeter Durchmesser prasseln hernieder. Es gibt 400 Verletzte. © Haag
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20. September 1994: Ein Bus der Linie 192 stürzt in Trudering acht Meter tief in einen Krater, der sich innerhalb weniger Sekunden wie ein Schlund unter ihm auftut. Drei Menschen sterben, 36 werden zum Teil schwer verletzt. Beim Bau des U-Bahntunnels 17 Meter unter der Erde waren plötzlich gewaltige Grundwassermassen eingebrochen. © dpa
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