In zehn Tagen sorgten die Blitzampeln für 11 699 Strafzettel, die der Stadt Geld bringenMcGraw-Graben: 2670 Scheine weg
629.09.08|München|Facebook
Artikel drucken|Artikel empfehlen|Schrift a / A
München - Jetzt ist es also amtlich: Mindestens 2670 Autofahrer, die im Juni, Juli und August diesen Jahres im McGraw-Graben vom Doppelblitzer erwischt wurden, werden ihren Führerschein abgeben müssen.

© Kurzendörfer
Seit 20. Juni wird im McGraw-Graben beidseitig geblitzt.
Das geht aus einer Antwort des Kreisverwaltungsreferates auf eine schriftliche Anfrage der FDP zurück. FDP-Stadträtin Nadja Hirsch: „Geht man davon aus, dass wie im August monatlich rund 1800 Fahrverbote ausgesprochen worden sind, dann haben seit Aufstellung der Blitzer im McGraw-Graben über 4000 Autofahrer mit einem Fahrverbot zu kämpfen.“ Und weiter: „Jetzt bekommen die Radarkontrollen eine neue und bisher unbekannte Qualität. Denn sie dienen unseres Erachtens nicht mehr nur als lukrative Erwerbsquelle, sondern sie sind jetzt auch noch eine Führerschein-Entzugsmaschinerie allererster Güte.“
Das Kreisverwaltungsreferat verteidigt die Blitzer: Nur genau ein Prozent aller kontrollierten Kraftfahrer sei so schnell gewesen, dass sie ihren Führerschein in nächster Zeit abgeben werden müssen.
Die Tatsache, dass im Juni noch 13,7 Prozent der Kraftfahrer zu schnell in die Blitzampel rauschten, im Juli nur noch 7,3 Prozent geblitzt wurden, sei ein Erfolg. Die Tempobeschränkung werde erkannt und respektiert. Wie viel Geld die Stadt jetzt über die Strafzettel einnimmt, gibt das KVR nicht an. Diese Zahlen bedeuten aber, dass alleine in den ersten zehn Tagen, in denen der Blitzer lief, genau 11 699 Autofahrer in die Blitzfalle rauschten. Da dürfte schon eine erkleckliche Summe an Verwarnungsgeldern zusammen kommen, die die Stadt in ihre chronisch leere Kasse einbuchen kann. Die FDP vermutet hinter den in beiden Fahrtrichtungen aufgestellten Blitzampel also vor allem Abzocke: „Hier geht es auch nicht um die Sicherheit der Baustellenarbeiter, denn das KVR hat sich auch geweigert, die Blitzer näher an die Baustellen zu stellen. Dort würden sie tatsächlich der Sicherheit dienen, aber nicht so viel Geld bringen“, so Nadja Hirsch.
We.
Quelle: tz
zurück zur Übersicht: München