Durchgehendes Blitzlichtgewitter herrscht seit 23. Juni an beiden Enden der Baustelle im McGraw Graben. Das hat Michael Haberland, Vorsitzender des Vereins Mobil in München auch schon selbst beobachtet.

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Manuela G., Ende Juni eines der ersten Blitzopfer, absolvierte ihre 30-tägige führerscheinlose Zeit bis 30. August.
Opfer der Radarfalle seien bisher schon 25.000 arglose Autofahrer gewesen, so Haberlands „Hochrechnung“. Seit Ende Juni habe das Kreisverwaltungsreferat bereits 1,25 Millionen Euro an Bußgeldern eingenommen und 5000 Fahrverbote verhängt! Das Ungeheuerlichste aber sei, dass Führerscheine nach Ablauf der Verbotsfrist nicht rechtzeitig zurückgeschickt werden, so der neue Vorwurf des Autofahrervertreter ans KVR.
Manuela G., Ende Juni eines der ersten Blitzopfer, absolvierte ihre 30-tägige führerscheinlose Zeit bis 30. August. Drei bis fünf Tage vor Ablauf der Frist sollte die Ramersdorferin ihre Fahrerlaubnis zurück bekommen, per Post – am Freitag, 29. August, lag das Kärtchen aber immer noch im KVR. Letztlich blieb der berufstätigen Frau nichts anderes übrig, als einen Bekannten dorthin zu schicken.
Noch einmal fordert er KVR-Referent Wilfried Blume-Beyerle und OB Christian Ude auf, die Blitzer abzubauen, das „für niemanden nachvollziehbare“ Tempolimit an der Baustelle auf 40 oder 50 km/h zu erhöhen und das Personal in der betreffenden KVR-Abteilung aufzustocken.
Haberlands „Hochrechnungen“ basieren auf Angaben von Bürgern, die sich an Mobil in München gewendet haben. Ein Beispiel ist Manuela G., die nach Erhalt ihres Bußgeldbescheides von einem KVR-Mitarbeiter erfahren hatte, dass es innerhalb von 10 Tagen nach Inbetriebnahme der beiden Blitzer schon 800 Fahrverbote gegeben habe. „Mindestens 100 weitere betroffene oder verärgerte Autofahrer“ hätten den Verein seither kontaktiert.
„Man verliert hier den Führerschein, wenn man statt 30 mindestens 61 km/h fährt“, so Haberland. Wie Manuela G., die sich vier Wochen nicht ans Steuer setzen durfte, 123,50 Euro Bußgeld zahlen musste und jetzt drei Punkte in Flensburg hat. Jeder fünfte Geblitzte werde zum Opfer der „Führerscheinentzugsmaschinerie.“
Kritik an der Beschilderung, die auf Temporeduzierung und Radarkontrolle hinweisen, kann er nicht nachvollziehen: „Wer da reinfährt, muss blind sein, der tut mir auch nicht Leid. Das Tempo wird über 600 Meter schrittweise auf 30 gesenkt.“
Quelle: tz



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