302.10.08|München|21 Kommentare
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Jasmina S. (36) hält viel von alternativer Medizin. Gegen alle ihre Beschwerden hat sie ein Kräutlein parat, das sie selber anbaut.

Der Hasch-Gärtnerin droht Knast.
Gegen Schlafstörungen: Marihuana. Gegen Depressionen: Marihuana. Gegen Schmerzen: Marihuana, was sonst …
Ihre Wohnung unweit des Hirschgartens hatte die Hartz-IV-Empfängerin perfekt umbauen lassen: Gut getarnt hinter einer Trennwand im Schlafzimmer befand sich die geheime Plantage mit 48 Pflanzen. Da wuchs unter künstlichem Licht mehr Rauschgift heran, als sie nach Ansicht der Staatsanwaltschaft selbst verbrauchen konnte. Also habe sie Handel getrieben. Der Drogenanbau flog auf, weil die Polizei vor der Tür stand. Jasmina S. hatte nämlich vergessen, eine Geldstrafe wegen Diebstahls zu bezahlen und sollte nun ersatzweise in Haft. Da waberte den Beamten schon der Hasch-Qualm entgegen!
Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten auch ein winziges Butterfly-Messer mit sechs Zentimeter Klingenlänge. Obwohl so klein und klapprig, das Ding fällt unters Waffengesetz. Nun ist Jasmina S. wegen „bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln“ angeklagt, ihr droht eine Mindeststrafe von fünf Jahren! „Ich kann doch nicht mal einer Fliege was zuleide tun“, beteuert Jasmina. „Jede Blume hat von mir einen Namen gekriegt“, sagt sie. Jede habe sie für eine ganz bestimmte Krankheit eingesetzt. Mit so etwas treibe sie keinen Handel. Der Prozess geht weiter.
ebu
Quelle: tz

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