008.02.10|München
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München - So lange war noch keine Lufthansa-
Vier Piloten und mehr als 170 Passagiere haben diesen Rekord jetzt in dem 75 Meter langen Airbus 340-
Im tz-
Herr Hoell, 12 500 Kilometer in fast 15 Stunden – wie ist das zu schaffen?
Martin Hoell: Wir waren vier Piloten an Bord. Im Cockpit gab es also einen Wechsel. Je zwei Piloten haben das Flugzeug gesteuert, während sich die anderen ausruhen konnten. Fliegen ist immer Teamarbeit von Pilot und Co-
Konnten Sie sich denn in den Pausen überhaupt richtig ausruhen?
Hoell: In der Maschine haben wir zum Glück eine kleine Kabine, in der wir schlafen können.
Wie bereitet man sich auf so einen Flug vor?
Hoell: Mit dem Co-
In Hochgeschwindigkeit einmal quer über den Globus – lässt sich der Ausblick da genießen?
Hoell: Da geht es uns nicht viel anders als den Passagieren, außer dass wir das Glück haben, vorne aus dem Flugzeug zu schauen. Die Welt von oben zu sehen hat etwas Faszinierendes. Das Fliegen packt uns Piloten immer wieder aufs Neue.
Sie mussten viele Staaten überfliegen. Was hat Sie am meisten beeindruckt?
Hoell: Ohne Zweifel der Blick auf den argentinischen Aconcagua. Der Berg ist mit 7000 Metern der Höchste der südlichen Welthalbkugel.
Nachts im Münchner Winter starten und morgens in der Sonne Südamerikas landen – eine Zeitreise?
Hoell: Ja, das kann man so sagen. Vor allem, weil der Flug sehr lange durch die Nacht ging. Hell wurde es erst über Brasilien. Beim Abflug hatten wir Minustemperaturen, in Santiago de Chile knapp 30 Grad. Da freut man sich natürlich.
Sie haben als Pilot sehr viel Verantwortung. Wie werden Sie damit fertig?
Hoell: Hier spielt unsere Ausbildung und das ständige Training eine wichtige Rolle. Viermal im Jahr trainieren wir in einem Simulator die unterschiedlichsten Flugsituationen. Gutes Training ist die Voraussetzung, um dem Druck standhalten zu können.
Welchen Rekord wollen Sie als nächstes brechen?
Hoell: Wir werden sehen. Jetzt bin ich erstmal glücklich über den tollen Flug von München nach Chile.
Um 10.38 Uhr Ortszeit landeten Martin Hoell und seine Pilotenkollegen in der südamerikanischen Metropole Santiago de Chile. Sie haben gerade den internen Rekord der deutschen Kranich-
Mirko Capozzi