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Das kultige Oma-Café hat jetzt am Oberanger neu aufgemacht Der Platzhirsch röhrt wieder

Kultiges Oma-Café: Der Platzhirsch röhrt wieder

München - Über ein halbes Jahr hat er sich im Wald versteckt, jetzt ist der Platzhirsch wieder aus dem Dickicht gekrochen.

© Götzfried

Das Konzept ist das gleiche, der Ort ein anderer: Platzhirsch-Wirt Christoph Schlundt, genannt Tchisi, hat eine neue Location für sein Kult-Lokal gefunden – am Oberanger schräg gegenüber vom Stadtmuseum.

Vor einem halben Jahr musste das kultige Oma-Café am Viktualienmarkt dicht machen, weil der Mietvertrag nicht verlängert wurde. Jetzt hat der „Hirsch“ am Oberanger ein neues, größeres Revier gefunden – nur ein paar Meter vom alten Platz entfernt.

Ein Mix aus Kaffeehaus, Bar und Party-Adresse: Dafür liebten die Münchner ihren alten Platzhirsch im Rosental. Und an der neuen Location gegenüber vom Stadtmuseum lässt die Stammgäste schon der Blick durch die große Panoramascheibe aufatmen. Vieles kennt man aus dem alten Lokal: Vorn die grünen Stühle, hinten hängt die gusseiserne Garderobe. „Es war ganz schön schwer, geeignete Räume zu finden, die genauso zentral liegen wie das alte Café“, sagt Christoph „Tchisi“ Schlundt, alter und neuer Platzhirsch-Wirt.

Als dann vor ein paar Wochen das Angebot für das Lokal am Oberanger (früher war hier ein Coffeeshop) kam, schlug Tchisi sofort zu. Das Konzept ist das alte, mit 110 Quadratmetern ist das Lokal aber fast ein Drittel größer geworden. Hinter einer langen Bar röhrt ein riesiger Hirsch von der Wand.

Das Kaminzimmer ein paar Schritte weiter (hier wird noch eine echte Feuerstelle montiert) erinnert mit den Stehlampen und den Ohrensesseln an einen alten Salon. Fans des alten Platzhirschs vermissen in der neuen Location vielleicht den imposanten Blick aus dem ersten Stock, dafür gibt’s jetzt im Sommer 20 Plätze vor der Tür.

Von den Kronleuchtern („Einer gehörte der Schwiegermutter meines Barmanns“) bis zu den Stühlen („Die standen früher im Spielcasino Bad Wiessee“) besteht die ganze Einrichtung aus Sammlerstücken – was anderes kommt dem Tchisi, der privat am liebsten mit alten Harleys umherdüst, nicht ins Haus.

Auf der Karte stehen vor allem flüssige Genüsse (die Halbe Tegernseer 3,30 Euro, 0,1 l Wein ab zwei Euro), die Vitrine an der Bar hält auch Sandwiches und Tartes (ab zwei Euro) für den kleinen Hunger bereit. Wer will, kann die Snacks und Kaffeespezialitäten (Lieferant ist wie vorher Julius Meinl) auch mitnehmen.

Tagsüber spielt Kaffeemusik und Country, am Abend legen Münchner DJs auf. Die offizielle Eröffnungsparty steigt am Samstag, 17. Dezember, ab 20.30 Uhr – da gibt es für jeden Gast einen Welcome-Drink. Tchisi: „Ob alt oder jung, schick oder leger – ich freue mich auf die alten und neuen Gäste!“ Platzhirsch, Oberanger 26, Telefon: 089/24 29 37 11, Internet: www.platzhirschen.de. Öffnungszeiten: täglich außer Sonn- und Feiertage 11 bis 1 Uhr

Christina Schmelzer

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