München - Zankapfel Philharmonie: Am Dienstag treffen sich Politiker und Musiker, um im Stadtrat über die Konzertsaal-Studie zu sprechen.

© Gasteig
Die Studie beweist: Die Philharmonie ist nicht geeignet als Heimstätte für gleich zwei Orchester
Seitdem Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) beim Berliner Neujahrsempfang begeistert war von Mariss Jansons BR-Symphonikern, weht frischer Wind durch die Konzertsaal-Debatte. Seehofer hat dem Orchester ja einen eigenen Konzertsaal zugesichert, bevorzugter Standort: die ehemalige Kongresshalle im Deutschen Museum. Das Geld, geschätzte 150 Millionen Euro, soll zum Großteil durch Spenden finanziert werden.
Am kommenden Dienstag ist es endlich so weit: Dann werden nach einem CSU-Antrag dem Stadtrat – im Beisein von Orchester-Vertretern – die Ergebnisse einer Studie vorgestellt. Und diese stellt klar: Die Philharmonie kann nicht zwei Orchestern als einzige Spielstätte dienen! Es sei denn, der Herkulessaal fungiert weiterhin als zusätzlicher Saal und der Carl-Orff-Saal im Gasteig würde zum Probenraum umgebaut, was vor allem die Philharmoniker wünschen. Kosten für das gesamte Projekt: rund 70 Millionen Euro.
Abgesehen davon: Die Philharmonie wird bereits heute von vielen Spitzen-Klangkörpern gemieden, die gar nicht mehr zu uns kommen: Wiener und Berliner Philharmoniker etwa oder das Concertgebouw Orkest. Manfred Wutzlhofer, Vorsitzender des Konzertsaal-Vereins: „München braucht einen international wettbewerbsfähigen Saal“ – damit München den Anschluss an die großen Musik-Metropolen der Welt nicht verliert.
M. Bieber



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