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Klatten-Epresser: So quälte er eine Möbel-Millionärin

Klatten-Epresser: So quälte er eine Möbel-Millionärin

Mit der Entscheidung, ihrem Erpresser Helg Sgarbi das Handwerk zu legen und ihn an die Polizei auszuliefern, hat Susanne Klatten nicht nur sich selbst einiges erspart.

Erpressungsopfer Susanne Klatten (46).

© dpa

Erpressungsopfer Susanne Klatten (46).

Es dürfte so gut wie sicher sein, dass sich Sgarbi nach der BMW-Erbin ein neues Opfer für seine miese Liebes-Masche gesucht hätte. Das zeigt sich am Fall einer deutschen Möbel-Millionärin, die er vor Susanne Klatten skrupellos ausgenommen hat, und bei dem er ungestraft davonkam.

Reich, langjährig verheiratet und in der Gesellschaft etabliert – nach diesen Kriterien suchte sich Sgarbi seine Opfer aus. Die Möbel-Millionärin, eine Mittsechzigern, passte perfekt ins Schema. Laut Berner Zeitung lernte Sgarbi die Frau 2005 in einem High-Class-Kurhotel in Bad Ragaz (Schweiz) kennen und zog seine übliche Masche ab: Er dient sich als Kurschatten an, gaukelt Liebe vor und gerät in Schwierigkeiten, die nur die Frau an seiner Seite lösen kann. Letztere sind jene Unfallstory, die er später auch Susanne Klatten auftischt.

Die Möbel-Millionärin geht ihm auf den Leim. Sie gibt ihm 600 000 Euro, den Löwenanteil deckt sie über einen Kredit bei der USB in München. Das passierte 2006.

Doch Sgarbi will mehr. Jetzt behauptet er plötzlich, dass in Rom sein Laptop mit intimen Fotos von ihnen beiden gestohlen worden sei. Damit die Bilder geheim blieben, verlange die Mafia 1,5 Millionen Euro. Wieder zahlt die Deutsche. Damit der Ehemann nichts merkt, beleiht sie ihre Lebensversicherung. In der Schweiz lässt sie sich das Geld in 1000-Franken-Scheinen auszahlen, steckt es in eine schwarze Plastik-Tüte und übergibt sie Sgarbi dort, wo ihre verhängnisvolle Affäre begann: im Grandhotel in Bad Ragaz. Irgendwann später bittet sie Sgarbi bei einem Treffen in Barcelona um Rückzahlung. Doch laut Berner Zeitung lacht er sie aus: „Das siehst du nie wieder.“

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Als die Möbel-Millionärin ihm dennoch nicht den Laufpass gibt, wird der Erpresser noch dreister. 2007 schlägt er seiner Geliebten vor, doch ihren Mann zu verlassen und für sie beide eine Villa am Zürichsee zu kaufen. Er habe sogar schon ein „Schnäppchen“ in Aussicht – für zwei Millionen Euro.

Erst da wird es der Unternehmersgattin zu viel. Sie schaltet in der Schweiz einen Anwalt ein. Und erst jetzt gibt Sgarbi endlich auf. Er kann es sich leisten, denn mit Susanne Klatten zappelt längst das nächstes lukrative Opfer an seinem Haken…

Quelle: tz

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