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Kinderschänder-Guru Shanti endlich gefasst

Kinderschänder-Guru Shanti endlich gefasst

Seine Fans verehren Oliver Shanti als einen Guru, doch für die Staatsanwaltschaft München I ist er ein gefährlicher Kinderschänder.

Die Fahner konnten den seit Jahren gesuchten Shanti festnehmen.

Die Fahner konnten den seit Jahren gesuchten Shanti festnehmen.

Sechs Jahre lang hielt sich der Esoterik-Musiker vor der Polizei versteckt. Jetzt wurde er in Portugal verhaftet! Das bestätigte gestern der leitende Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld.

Der 59-jährige Shanti, der mit bürgerlichem Namen Ulrich Schulz heißt, gilt nach Angaben des Bundeskriminalamtes als einer der meistgesuchten Verbrecher in Deutschland. Schon 2002 hat das Amtsgericht München einen Haftbefehlt gegen ihn erlassen. Aus gutem Grund: Als Chef einer sektenähnlichen Gemeinschaft hatte es Shanti vor allem auf kleine Buben abgesehen. Ein früherer Begleiter des Gurus: „Viele Kinder wuchsen ohne Eltern bei ihm auf. Sie wurden ihm regelrecht ins Bett gelegt.“ Allein bei der Münchner Staatsanwaltschaft sind 116 Missbrauchsfälle aktenkundig.

Doch ehe die Polizei ihn fassen konnte, tauchte Shanti, der mit seiner sanften Säusel-Musik Millionen verdiente, in Portgal unter. Die Sekte besitzt im Norden des Landes ein riesiges Gut inmitten schöner Weinberge. Vermutlich hielt er sich die meiste Zeit in der „Quinta San Jose“ versteckt, möglicherweise sogar unter dem Schutz örtlicher Behörden. Immer, wenn die Polizei bei ihm auftauchte, hatte er stets genügend Zeit, über den Grenzfluss Minho nach Spanien zu verschwinden. Bei der Gemeinde Vila Nova de Cerveira gilt er als Wohltäter. So spendete er der Feuerwehr (uralte) deutsche Rettungsfahrzeuge.

Offenbar fühlte sich Oliver Shanti inzwischen derart sicher in Portugal, dass er sich vergangenen Freitag sogar in die Deutsche Botschaft in Lissabon wagte. Sein Pech: Ein Mitarbeiter der Botschaft erkannte ihn. Beim Verlassen des Botschaftsgebäudes, so Schmidt-Sommerfeld, sei Shanti „von Fahndungskräften der portugiesischen Polizei unter Einbindung eines Verbindungsbeamten des Bundeskriminalamtes“ festgenommen worden.

Die Auslieferung nach Deutschland soll noch diese Woche erfolgen. Weitere Details geben die Ermittlungsbehörden am Dienstag bekannt.

ebu

Quelle: tz

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