814.06.10|München
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München - Karl D. wollte seinen Sohn aus der Isar retten und kam dabei selbst ums Leben. Am Montag fand die ergreifende Abschiedsfeier mit seinem Freund Willy Michl statt.

© Mell
„Er war ein toller Mensch, ein liebevoller Ehemann und Vater“, sagte Willy Michl über seinen toten Freund Karl D.
In der ersten Reihe saß seine Frau Fabricia. Immer wieder schlug sie ihre Hände vor das Gesicht, ließ ihren Tränen freien Lauf. Die Brasilianerin steht nun ganz allein im Leben. Mit zwei kleinen Kindern. Ein drittes, einen Buben, trägt sie unter ihrem Herzen. In wenigen Wochen wird er zur Welt kommen. „Er wird seinen Vater in diesem Leben nicht kennenlernen“, sagte Willy Michl, der die Trauerrede stellvertretend für Karls Freunde vortrug.
Sie erinnerten sich an Karli als einen Menschen, für den es „keine halben Sachen“ gab. So habe er sich vor zehn Jahren selbstständig im Holz-
Theodoro Friesen, Pastor der brasilianischen Gemeinde München, richtete zum Schluss tröstende Worte an Karls Ehefrau und seine Familie. „Wir sind nicht bei einer Trauerfeier – es ist ein Freudenfest für Karl. Er hat es geschafft zu Gottes ewigem Frieden.“
Für seine Ehefrau und seine drei Kinder muss das Leben weitergehen – ohne geliebten Mann, ohne liebevollen Vater. Karls Freunde helfen, so gut es geht. Sie sammeln Spenden, um die Familie zu unterstützen, die jetzt ohne jedes Einkommen dasteht. Spendenkonto Karl D., Kontonummer 66 83 22 549, BLZ 70020270, HypoVereinsbank.
J. Mell