Der schwer angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) baut mehr als die Hälfte seiner derzeit 1800 Arbeitsplätze ab und krempelt sein Management um.

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Die Hypo Real Estate schockiert mit ihrem Stellen-Kahlschlag.
Mit sofortiger Wirkung trennte man sich vom Ex-Vorstandschef Georg Funke und dem früheren Vorstandsmitglied Bo-Heide Ottosen. Auch die amtierenden Vorstände Markus Fell und Frank Lamby müssen gehen. Darüber hinaus beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat eine strategische Neuausrichtung und Restrukturierung der Gruppe.
Die Zahl der Mitarbeiter solle im Verlauf der kommenden drei Jahre auf zunächst 1000 sinken. Die betroffenen Arbeitsplätze befänden sich zu zwei Dritteln außerhalb Deutschlands, hieß es. Bis 2013 werden weitere 200 Stellen wegfallen. Ein Teil des Personalabbaus solle über Auslagerungen von Betriebsteilen und Verkäufe erfolgen, sozialverträgliche Lösungen würden angestrebt, sagte HRE-Chef Axel Wieandt.
Die SZ berichtet unter Berufung auf ihr vorliegende Ermittlungsakten, dass der ausgeschiedene Finanzchef Fell bei den Ermittlungen gegen das Management immer stärker unter Druck geraten sei. So habe der Vorstand noch am 25. September bei einer Bankenkonferenz die Lage bei der irischen Pfandbrieftochter Depfa als stabil bezeichnet, obwohl Fell und der damalige HRE-Chef Funke schon zuvor bei der Deutschen Bank wegen fehlender Refinanzierungsmöglichkeiten der Depfa vorgesprochen hatten. Die Staatsanwaltschaft wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.
Quelle: tz



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