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HRE baut 1000 Arbeitsplätze ab

Hypo Real Estate: Als erste mussten Vorstände gehen

HRE baut 1000 Arbeitsplätze ab

Der schwer angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) baut mehr als die Hälfte seiner derzeit 1800 Arbeitsplätze ab und krempelt sein Management um.

Die Hypo Real Estate schockiert mit ihrem Stellen-Kahlschlag.

© dpa

Die Hypo Real Estate schockiert mit ihrem Stellen-Kahlschlag.

Mit sofortiger Wirkung trennte man sich vom Ex-Vorstandschef Georg Funke und dem früheren Vorstandsmitglied Bo-Heide Ottosen. Auch die amtierenden Vorstände Markus Fell und Frank Lamby müssen gehen. Darüber hinaus beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat eine strategische Neuausrichtung und Restrukturierung der Gruppe.

Die Zahl der Mitarbeiter solle im Verlauf der kommenden drei Jahre auf zunächst 1000 sinken. Die betroffenen Arbeitsplätze befänden sich zu zwei Dritteln außerhalb Deutschlands, hieß es. Bis 2013 werden weitere 200 Stellen wegfallen. Ein Teil des Personalabbaus solle über Auslagerungen von Betriebsteilen und Verkäufe erfolgen, sozialverträgliche Lösungen würden angestrebt, sagte HRE-Chef Axel Wieandt.

Die Bank ist auf Hilfe aus dem Banken-Rettungsfonds der Bundesregierung angewiesen. Das neue Geschäftsmodell soll die jährlich laufenden Kosten bis 2013 um rund 250 Millionen verringern. Das Ziel: Die HRE Group soll ein führender spezialisierter Immobilien- und Staatsfinanzierer in Deutschland und Europa mit pfandbrieforientierter Refinanzierung werden.

Die Staatsanwaltschaft hat wegen der Beinahe-Pleite der HRE inzwischen Ermittlungen u. a. wegen des Verdachts der Marktmanipulation aufgenommen. Betroffen seien alle Ex-Vorstände zwischen November 2007 und September 2008 sowie Ex-Aufsichtsratschef Kurt Viermetz.

Die SZ berichtet unter Berufung auf ihr vorliegende Ermittlungsakten, dass der ausgeschiedene Finanzchef Fell bei den Ermittlungen gegen das Management immer stärker unter Druck geraten sei. So habe der Vorstand noch am 25. September bei einer Bankenkonferenz die Lage bei der irischen Pfandbrieftochter Depfa als stabil bezeichnet, obwohl Fell und der damalige HRE-Chef Funke schon zuvor bei der Deutschen Bank wegen fehlender Refinanzierungsmöglichkeiten der Depfa vorgesprochen hatten. Die Staatsanwaltschaft wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Quelle: tz

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