In den bayerischen Alpen und im Allgäu hat es im Schnitt 60 bis 90 Liter pro Quadratmeter geregnet, vielerorts traten Flüsse über die Ufer. In den Bergen gab es sogar den ersten Wintereinbruch: Auf der Zugspitze lagen am Dienstagmorgen 55 Zentimeter Neuschnee. Und am Wendelstein war die Schneedecke immerhin zwei Zentimeter dick.
Im August: Zugspitze zugeschneit
„Die Schneefallgrenze ist in der vergangenen Nacht bis auf 1 300 Meter gesunken“, sagte der Meteorologe Volker Wünsche vom DWD in München. Ein halber Meter Neuschnee auf der Zugspitze: Das bedeutete mächtig Muskelarbeit mit der Schneeschippe für das Team von Deutschlands höchstem Gebäude, dem Münchner Haus (siehe Foto) – und das bei tagsüber bitterkalten minus sechs Grad! Auch der Wendelstein vermeldete 1 Grad.
Selbst in München stieg das Thermometer am Dienstag nicht über 13 Grad. Viel zu kalt für August! Verantwortlich für dieses miese Sommer-Ende ist Tief Erina, das von der Nordsee kommt und kalte Meeresluft gespeichert hat. Wünsche: „Es ist recht zäh und zieht nur langsam gen Osten. Bis zum Wochenende wird es nur allmählich wärmer, es kann immer mal wieder schauern.“ Auch möglich: vereinzelter Bodenfrost.
Trotzdem ist das Schlimmste erst einmal überstanden, die Pegel sinken. Und zum Wochenende, spätestens Wochenanfang, sollen die Temperaturen auch wieder anziehen. In München könnten sie am Sonntag wieder die 20-Grad-Marke knacken.
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