Fall Klatten: Erpresser-Film verschwunden

Kriminalfall wird immer bizarrer:

Fall Klatten: Erpresser-Film verschwunden

008.11.08|München|7 Kommentare
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München/Pescara - Der Erpressungsfall Susanne Klatten wird immer bizarrer! Jetzt kam heraus, dass der Film, den Sekten-Guru Ernano Barretta im Münchner Hotel Holiday Inn von der BMW-Erbin (46) und ihrem Geliebten Helg Sgarbi heimlich aufgenommen hat, verschwunden ist.

Beim Rendezvous gefilmt: Die BMW-Erbin Susanne Klatten.

© dpa

Beim Rendezvous gefilmt: Die BMW-Erbin Susanne Klatten.

Der furchtbare Verdacht der Polizei: Er könnte sich in den Händen einer albanischen Autoschieber-Bande befinden.

Mehr als 100 selbstgedrehte DVDs hat die italienische Polizei in Barrettas Sekten-Landgut nahe Pescara schon sichergestellt. Alle sind von der Marke „Home-Video“ und viele davon sind ziemlich pikant. In so manchem spielt Helg Sgarbi (43), der neben Klatten noch mindestens drei deutsche Millionärinnen in die Liebesfalle gelockt hat, eine der Hauptrollen, berichtete die Schweizer Zeitung Blick.

Die wichtigste DVD ist bis jetzt jedoch spurlos verschwunden: Jener Film, für den Sgarbi und Barretta von Susanne Klatten erst 49 Millionen Euro verlangten, sich dann aber auf 14 Millionen Euro herunterhandeln ließen. Weder auf dem Abruzzen-Landgut „Rifugio Vallegrande“ noch in Sgarbis Schweizer Übersetzungsbüro wurden die Ermittler fündig. „Als die Polizei im Februar eine Hausdurchsuchung machte, war der Nachmieter schon eingezogen“, sagt Sgarbis Vermieterin Elizabeth H. (81) im Blick.

Wo also ist der pikante Film, der – sollte Klatten die Erpresser nicht bezahlen – an die Firmen und Stiftungen der Milliardärin geschickt werden sollte? Die italienische Polizei hat den schlimmen Verdacht, dass sich der Originalfilm gar nicht mehr in Händen von Barretta und Co. befindet. Das legt ein weiteres abgehörtes Telefonat des Sekten-Gurus nahe. Darin erzählt er von einem Autodiebstahl. Einer der beiden Audi Q 7, die er mit dem ersten erpressten Klatten-Millionen gekauft hatte, war ihm geklaut worden. Auf dem Beifahrersitz lag ein „äußerst wichtiger Laptop“.

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Das Auto ist inzwischen wieder aufgetaucht. Es wurde im Hafen von Bari sichergestellt, als die Polizei dort 16 albanische Autoschieber festnahm. Auf deren Konto sollen 47 Pkw-Diebstähle gehen. Der „äußerst wichtige Laptop“ blieb verschwunden. Möglicherweise wurde es wie ein ganz normales Elektronik-Gerät weiter verhökert. Möglicherweise hat eine schlauer Kopf in der Albaner-Bande aber entdeckt, dass er brisantes Material in die Finger bekommen hat…

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Quelle: tz

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