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Erste Hilfe für Blitzer-Opfer

Erste Hilfe für Blitzer-Opfer

Die Radarfalle am McGraw-Graben lässt Autofahrer fluchen. "Mobil in München" gibt Tipps für Betroffene.

Der "Giesinger Blitzer" bekommt Gegenwind vom Verein "Mobil in München".

© Kurzendörfer

Der "Giesinger Blitzer" bekommt Gegenwind vom Verein "Mobil in München".

Geben Sie keine Stellungnahme zur Sache ab, sehen Sie ihr Blitzfoto nicht persönlich ein und beantworten Sie im Fragebogen nur Pflichtangaben! Diese und andere Tipps gibt der Verein Mobil in München e.V. jetzt ganz offen an Autofahrer, die am McGraw Graben geblitzt wurden – quasi eine erste Hilfe für Opfer des fiesesten Blitzer Münchens.

Das Argument des Vereins: 5000 Autofahrer hätten hier seit dem 23. Juni schon ihre Führerscheine verloren, 1,25 Millionen Euro habe die Stadt mit Deutschlands fiesestem Blitzer abkassiert. „Bis zum Jahresende schätzen wir die Zahl der Betroffenen auf circa 50 000“, so der Vereinsvorsitzende Michael Haberland. „Diese Fakten erfordern solche Maßnahmen. Nicht wir brauchen deshalb ein schlechtes Gewissen haben. Die Stadt sollte sich schämen, dass sie sich auf Kosten der Autofahrer ihre Baustelle am McGraw Graben finanziert.“ Fast täglich riefen aufgelöste Münchner bei ihm an, die das erste Mal geblitzt wurden und nicht wüssten, wie sie sich wehren können.

Im Internet unter www.mobil.org erhalten diese Betroffenen und auch andere Autofahrer, die geblitzt wurden, nun Verhaltenstipps. So solle man etwa beim ersten Brief von der Stadt aufpassen: „Sie bittet um Stellungnahme und fragt, ob Sie den Vorwurf einräumen. Geben Sie bitte keine Stellungnahme zur Sache ab, das ist ganz wichtig!“ Einen weiteren Hinweis: Dem Bußgeldbescheid solle man innerhalb von zwei Wochen nach Eingang widersprechen, sonst sei die Frist verstrichen.

Quelle: tz

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