München - Die Landeshauptstadt bietet bayernweit zwar die meisten Plätze an Gesamtschulen, doch die Münchner Eltern sind damit nicht zufrieden. Es gibt Gründe für den schleppenden Ausbau.

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Ganztagsklassen gibt es nur an 29 von 130 Schulen.
Früher wartete Mutti um 13 Uhr mit einem dampfenden Mittagessen auf die Kinder und machte danach mit ihnen die Hausaufgaben. „Das ist nicht mehr so“, sagt Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) - heute arbeiten meist beide Eltern, nicht nur wegen des Geldes. Da-rum fordern 84 Prozent der Eltern von Schulanfängern eine Betreuung am Nachmittag - am liebsten bis 17 Uhr. Das ergab eine Umfrage der Stadt. Bislang gibt es Plätze für fast 69 Prozent der 37 000 ABC-Schützen. Das ist zwar Bayern-Rekord, reicht aber nicht.
Beim Ausbau kommen sich Stadt und Freistaat in die Quere: Die Stadt bietet 15 600 Plätze in Horten und Tagesheimen, daneben gehen 9000 Schüler in die Mittagsbetreuung. Echter Nachmittagsunterricht ist aber nur an den Grundschulen möglich, die zwar der Freistaat trägt, deren Zuschüsse aber über die Stadt laufen. Ganztagsklassen gibt es nur an 29 von 130 Schulen - Platz gibt es nur für 1400 Kinder. Die Ganztagsklassen haben nach Ansicht vieler Pädagogen Vorteile: Weil die Kinder auch am Nachmittag Unterricht haben, müssen sie am Vormittag nicht so viel pauken und können auch mal spielen. Die Klasse bleibt den ganzen Tag zusammen. Das Angebot ist für Eltern kostenlos.
DAC



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