Ein Katzenkiller geht in Kirchasch um

Ein Katzenkiller geht in Kirchasch um

120.06.08|München|14 Kommentare
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Kirchasch - Ein Tierquäler hat es auf Kirchascher Katzen abgesehen: Er legt mit Rattengift präpariertes Fleisch im Dorf aus.

Arme Katzen in Kirchasch: Werden noch weitere Tiere Opfer des Katzenhassers?

© dpa

Arme Katzen in Kirchasch: Werden noch weitere Tiere Opfer des Katzenhassers?

Der Schreck steckte Katrin Schuster (31) den ganzen Tag in den Knochen. Die PR-Frau aus Kirchasch (Kreis Erding) freute sich auf den Morgenspaziergang mit Beagle-Rüde Tango. Mit der guten Laune war es jedoch schnell vorbei. Denn was Tango am Rand der Bundesstraße aufspürte, drehte ihr fast den Magen um: Vier tote und widerlich verstümmelte Katzen, drei davon achtlos auf einen Haufen geworfen, entsorgt wie ein Sack Müll!

Bei den Katzenbesitzern von Kirchasch geht die Angst um: Bereits vor drei Jahren hat ein irrer Katzenhasser zwei Tiere mit dem Luftgewehr rücksichtslos abgeknallt – erwischt wurde er nie. Immer wieder kommt es in letzter Zeit zudem vor, dass mit Rattengift präpariertes Fleisch im Dorf ausgelegt wird, um Katzen oder andere Tiere zu vergiften. Und jetzt das: Bei zwei Kadavern fehlten die Köpfe, einer Katze wurde das Rückgrat samt Schwanz herausgerissen, eine hatte keine Augen mehr, auf der Straße lagen Gedärme und eine Pfote. Katrin Schuster verständigte sofort die Polizei und sagte einer Nachbarin Bescheid – sie hatte deren schwarz-weißen Kater Felix unter den Opfern erkannt.

Die Polizei geht davon aus, dass die Katzen gezielt getötet wurden. Man könne ein Versehen etwa durch einen Autounfall zwar nicht ausschließen, sagte Sprecher Josef Vogel. „Aber so, wie die Katzen verstümmelt wurden, ist das eher unwahrscheinlich.“ Dennoch wurden die Ermittlungen inzwischen eingestellt – trotz Zeugenaufruf gibt es keine Hinweise auf den Täter.

Katrin Schusters schlimmste Befürchtung bestätigte sich am Tag des grausigen Funds zum Glück nicht: Ihr eigener Kater Leo, den sie schon vermisst hatte, war dem Katzenhasser offenbar nicht über den Weg gelaufen. Der rot-weiße Streuner spazierte am Abend seelenruhig ins Wohnzimmer und ließ sich von Frauchen verwöhnen. Die Vorstellung, dass im Dorf ein grausamer Tierquäler sein Unwesen treibe, sei beängstigend, sagt sie „Wir haben Angst, dass hier ein Irrer rumläuft.“

Quelle: tz

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