München - Ein Münchner hat in knapp 400 Stunden ein Kunstwerk der besonderen Art geschaffen: Er hat einen alten Renault 4 in einen Brunnen mit Hundertwasser-Optik verwandelt.

© Westermann
Der bunteste R4 der Welt: Klaus Wagner mit Hündin Sissi vor seinem Kunstwerk, an dem er und seine Helfer ca. 400 Stunden gearbeitet haben. Foto oben links: einige der Mosaiksteine im Detail
Mit dem Zählen hat er gar nicht erst angefangen. Sind es 5000 Steine, 10 000 oder gar 20 000? Klaus Wagner weiß es nicht. Es ist ihm auch egal. Für ihn zählt nur das Ergebnis, und das kann sich sehen lassen. In knapp 400 Stunden hat der 55-Jährige ein Kunstwerk der besonderen Art geschaffen: Der Anzeigenberater hat einen alten Renault 4 in einen Brunnen mit Hundertwasser-Optik verwandelt!
In seinem Schaffenswahn (Wagner: „Ich bin ein Verrückter!“) ist Wagner kaum zu stoppen. Bei Steinhändlern, Wanderungen im Gebirge, auf Trödelmärkten oder aus Schuttcontainern trägt er sein Baumaterial zusammen. Natursteine, Fliesensplitter, Glasplättchen oder Mosaiksteine: Damit verzaubert der 55-Jährige den alten R 4 in ein Kunstwerk mit Blumen, Spiralen, Sonnen und Schmetterlingen.
Klaus Wagner ist stolz auf das, was er da geschaffen hat. „Ich bin verliebt in das Ding“, sagt er mit einem Lächeln im Gesicht. Und diese Liebe will er teilen. Mitte Juni feiert Renault den 50. Geburtstag seines Kultautos am Nürburgring. Mit dabei: Klaus Wagner und sein Hundertwasser-Gefährt.
Tobias Gehre
Der Künstler (eigentlich: Friedrich Stowasser) wurde 1928 in Wien geboren und starb im Jahr 2000 bei Neuseeland an Bord der Queen Elizabeth II. Hundertwasser reiste sein Leben lang gerne und lernte zahlreiche Sprachen. Sein wohl berühmtestes Werk des vielseitigen Architekten ist das Hundertwasser-Haus in Wien, das 1986 übergeben wurde. Er entwarf u. a. auch ein Plakat für die Olympischen Spiele 1972 in München.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.