Der neue Wegweiser für Patienten

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904.06.08|München|
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Ab heute gibt es einen neuen Service für Kranke, die nach der bestmöglichen Behandlung – und zwar speziell auf sie abgestimmt! – suchen: Die Weiße Liste.

Welcher Arzt hat die beste Therapie für mich? Auf dieser Suche hilft ab heute die „Weiße Liste“ im Internet.

© dpa

Welcher Arzt hat die beste Therapie für mich? Auf dieser Suche hilft ab heute die „Weiße Liste“ im Internet.

Im Internet kann jeder diesen „unabhängigen Wegweiser im Gesundheitswesen“ der Bertelsmann-Stiftung besuchen. Der Clou: Hier findet zum Beispiel ein Münchner im großen Angebot der Münchner Kliniken das beste Krankenhaus für speziell seine Krankheit – mit der besten Behandlung, den entspanntesten Pflegern oder den qualifiziertesten Ärzten.

Ein Beispiel: Eine Frau aus Giesing ist an Brustkrebs erkrankt. Sie will nicht einfach vom Hausarzt an irgendeine Klinik überwiesen werden. Deshalb nutzt sie den Suchassistent auf www.weisse-liste.de. „Dafür muss man sich viel Zeit nehmen“, rät Projektmanager Sebastian Schmidt-Kaehler.

Die Frau gibt also ihre Krankheit im Computer ein, ihre Postleitzahl und in welchem Umkreis nach dem besten Krankenhaus gesucht werden soll. In vielen Schritten kann sie gezielt suchen: Welches Klinikum hat die relevanten Fachabteilungen? Welche Behandlungen werden angeboten? Besonders interessant: Die Internetseite liefert exakte Infos darüber, wie viel Zeit Ärzte und Pflegekräfte sich für sie in welcher Klinik nehmen, wie Angehörige begleitet werden, wie häufig bisher bei bestimmten Ärzten Komplikationen auftraten oder wie die Krankenzimmer ausgestattet sind.

Mehrere Dachverbände der deutschen Patienten- und Verbraucherorganisationen wie der Sozialverband VdK haben das Internetportal gegründet, zweieinhalb Jahre lang haben es 150 Gesundheitsexperten und Wissenschaftler erarbeitet. Ziel: „Es soll gerade für Laien leicht verständlich sein“, erklärt Schmidt-Kaehler.

Die Infos speisen sich u.a. aus Qualitätsberichten von rund 2000 deutschen Kliniken, die diese alle zwei Jahre veröffentlichen müssen. Und ab September kann der Kranke nicht mehr nur danach suchen, was die Ärzte und Pfleger über sich sagen: „Dann sollen auch die Erfahrungen der Patienten durchsucht werden können.“

ast

Quelle: tz

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