225.11.08|München|1 Kommentar
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Dr. Andreas Knieriem, der bisherige Vizechef des Zoos von Hannover, wird der neue Chef im Tierpark Hellabrunn.

© dpa
Dr. Andreas Knieriem wurde von der Leine an die Isar berufen.
Der Aufsichtsrat des Münchens Zoos hat am Dienstag den Tierarzt Dr. Andreas Knieriem (43) zum Nachfolger des neuen Zoologischen Direktors des Münchner Tierparks, Professor Henning Wiesner, berufen. Wiesner geht am 30. November 2009 nach 37 Dienstjahren – davon 17 Jahre als Chef des Zoos – in den Ruhestand.
Der in den USA geborene Knieriem war nach seinem Veterinär-Studium in Berlin bis 1996 als stellvertretender Tierarzt des Duisburger Zoos tätig.
Danach wurde er stellvertretender Zoologischer Leiter, Leitender Tierarzt und Kurator für Elefanten, Nashörner, Affen, Raubtiere und wasserlebende Säugetiere im Hannoveraner Zoo.
Dabei wirkte der verheiratete Vater einer zweieinhalbjährigen Tochter bei der durchgreifenden Umgestaltung des Tierparks der niedersächsischen Hauptstadt in einen Erlebnis-Zoo mit.
Auch in München will der neue Tierpark-Chef einiges ändern. „Ich will die hervorragende Arbeit von Professor Wiesner fortführen. Die Fußstapfen sind schon sehr groß.“ Der Münchner Zoo habe hervorragende Potentiale. Dass keine Kollegen aus Hellabrunn zum Zuge kamen, kommentiert er so: „Ich finde es nicht schlecht, wenn jemand von außen kommt, der neue Ideen mitbringt.“ Er fühle sich genau so als Veterinär als auch als Zoo-Manager. Den internationalen Artenschutz will Knieriem ebenso vorantreiben wie den Tierbestand überprüfen und die Anlagen weiterentwickeln. Das könnte heißen, dass manche Tiere nicht mehr gezeigt werden, dafür die anderen Gehege für Mensch und Tier attraktiver werden könnten.
München ist für den neuen Zoo-Chef „die Hauptstadt der Herzen.“ Seine Schwester wohnt schon hier. Auch die Nähe zu den Alpen, in denen er oft Urlaub macht, freut ihn. Dann erzählte er noch etwas Privates: „Ich war schon bei der Geburt von Gorillas und Elefanten dabei. Aber die Geburt meiner Tochter war schon etwas Besonderes.“
Johannes Welte
Quelle: tz

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