2027.01.09|München|62 Kommentare
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Forstinning - Verfolgungsjagden der Polizei, die waghalsig hinter Kriminellen herrast – das kennen wir aus dem Fernsehen. Und nun auch aus Forstinning (Kreis Ebersberg)

© privat
Die Verfolgungsjagd endet nicht ganz so wie geplant: Der Polizeiwagen lupft das Auto des Gurtmuffels auf seine Haube.
Nur ging es hier nicht um Schwerverbrecher, sondern um einen Gurtmuffel: Montag, 12.40 Uhr, ist es beschaulich ruhig in Forstinning – um nicht zu sagen „tote Hose“. Und so fährt die 29-jährige Bettina H. (Name geändert) mit ihrem schwarzen Audi gemütlich über die Münchner Straße nach Hause in ihr Appartement in der Parkstraße. Dort wohnt sie erst seit ein paar Monaten, wissen Nachbarn.
Pech für die Zugezogene aus Erding, dass sie diesmal ihren Gurt nicht angelegt hat. Und dass das zwei Ordnungshüter der Polizeiinspektion Poing sehen. Die nehmen gleich die Verfolgung auf. Sie haben aber nicht nur den Gurtmuffel vor sich, sondern noch eine zweite Fahrerin: 24 Jahre alt, Erdingerin, und völlig ordnungsgemäß auf dem Weg durch Forstinning.
Beim Versuch, die Erdingerin zu überholen und sich vor den schwarzen Audi von Bettina H. zu setzen, funktioniert das mit der Verfolgungsjagd dann aber doch nicht ganz so wie in den Action-Serien: Beim Überholvorgang übersehen der 27-jährige Fahrer des Polizeidienstwagens und seine 29-jährige Kollegin, dass die nicht angeschnallte Verkehrsteilnehmerin vor ihnen nach links in ihre Wohnstraße abbiegt. Das Stoppen des Streifenwagens erfolgt dann auf die etwas rustikalere Weise: Der Polizeiwagen rammt den schwarzen Audi voll und bleibt unter dem Auto stecken. Der Sachschaden ist beträchtlich: 25 000 Euro!
Die Polizistin erleidet leichte Verletzungen, kommt kurzzeitig ins Krankenhaus, wird aber auch gleich wieder entlassen. Alle anderen Beteiligten bleiben unverletzt. Ungeschoren kommt das Unfallopfer allerdings nicht davon: Nach Auskunft der zuständigen Autobahnpolizei Hohenbrunn muss Bettina H. zumindest 30 Euro bezahlen – sie war schließlich nicht angeschnallt!
Jörg Domke
Quelle: tz

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