Arzt ersteigerte Jungfrauen im Internet- Scheidung!

Arzt ersteigerte Jungfrauen im Internet - Scheidung!

402.09.10|München|45 Kommentare
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München - Das bizarre Hobby eines Münchner Arztes: Er ersteigerte im Internet Jungfrauen. Für den ersten Sex zahlte er den Mädels bis zu 1000 Euro. Seine Frau will jetzt die Scheidung.

© dpa

Der Münchner Arzt Peter N. (55, Name geändert) hat sich auf speziellen Internet-Portalen für Erwachsene Jungfrauen ersteigert.

Er ist ein angesehener Münchner Arzt. Er ist attraktiv, 55 Jahre alt, scheinbar glücklich verheiratet. Doch Peter N. (Name geändert) ist auf der Suche nach dem, was er den „besonderen Kick“ nennt. Er ersteigert sich auf speziellen Internet-Portalen für Erwachsene Jungfrauen, teils angeblich sogar „Jungfrauen mit ärztlichem Attest“. Ganz legal.

Sie verabreden sich für eine Liebesnacht. Das kostet. Mal sind’s 1000 Euro, mal 600 Euro, mal 800 Euro. „Dazu kommt noch die Anreise für die Damen plus die Übernachtung in Nobelhotels“, sagt die renommierte Münchner Rechtsanwältin Renate Maltry. In mehr als 25 Berufsjahren hat sie „so einen Fall noch nie erlebt“.

Der Arzt flog vor wenigen Wochen auf. Seine Ehefrau prüfte die Kontobewegungen, stolperte über hohe Hotelabbuchungen aus Berlin und Wien und fand auch noch auf dem Familien-PC einschlägige Web-Adressen. Sie stellte ihren Mann zur Rede – und suchte umgehend Scheidungs-Anwältin Maltry auf.

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Besonders pikant: Für die letzte, vermeintliche „Jungfrau“ gab’s sogar noch eine Busen-OP quasi als Zuckerl obendrauf. Was der Göttergatte dazu sagte? „Das ist mein Vergnügen. Das musst du akzeptieren.“ Zudem wollten die Mädels das doch auch. „Ich zahle schließlich dafür.“

Fakt ist: Solche Sex-Auktionen im Internet sind nicht „sittenwidrig“ und nicht strafbar. Das haben deutsche Gerichte erst unlängst wieder bestätigt. Einzige Einschränkung: Die Frauen müssen volljährig sein. Dann dürfen sie auch Geld fürs erste Mal kassieren.

Laut der Stuttgarter Domosoft GmbH, die eine einschlägige Internet-Seite betreibt, liegen derartige Auktionen voll im Trend. Ob Kinderwunsch per Online-Date, Nacktputz-Service oder die Sex-Verabredung zur Verbesserung der Haushaltskasse – es gibt kaum etwas, was mittlerweile nicht möglich ist.

„Da fröstelt’s einen, je mehr man darüber erfährt“, sagt Anwältin Renate Maltry. Sie sieht die pikante Angelegenheit mit den Augen einer Mutter. Sie hat selbst eine 15-jährige Tochter und will aufklären, „was in bestimmten Kreisen auch in München derzeit in zu sein scheint“. Denn auch Bekannte des Sex-Arztes hegten anscheinend ähnliche Vorlieben. Und die Fachanwältin für Familienrecht zweifelt an so manchen Altersangaben der Internet-Jungfrauen.

Am liebsten möchte sie allen Eltern zurufen: „Schaut genau, was eure Kinder am Computer so treiben!“ 1000 Euro und mehr, noble Hotels und vielleicht die ein oder andere Schönheits-OP – das ist eine Menge Luxus, der manches junge Mädchen vielleicht auf verführerische Gedanken bringen könnte…

Doch warum setzt dafür ein Arzt und Familienvater seine Ehe aufs Spiel? Der Münchner Psychologe und Partnerschafts-Berater Stephan Lermer erklärt: „Aus einem ähnlichem Grund, aus dem Hollywood-Stars Drogen konsumieren. Man hat genug Geld, will die Grenzen austesten.“ Es ist eine Mischung aus Selbstfindung, Langeweile und der Lust am Verruchten. Experte Lermer ist sich allerdings sicher, „dass dieser besondere Kick nicht lange anhält“. Peter N.’s Familienglück ist daran zerbrochen. Seine Frau will die Scheidung.

Das eiskalte Geschäft mit der Entjungferung

Ausgerechnet im prüden Amerika haben vor wenigen Jahren Frauen begonnen, ihre Jungfräulichkeit per Internet zu versteigern. Eine 22-jährige Studentin aus San Diego, die sich im Netz „Natalie Dylan“ nennt, soll 2009 dafür sogar umgerechnet 2,8 Millionen Euro kassiert haben. Das Geschäft mit der Entjungferung läuft auch in Deutschland. Hier sprechen die Betreiber solcher Sex-Foren auf tz-Anfrage von „Höchstgeboten bis zu 10 000 Euro“. Die Auktionen selbst finden in der Regel in abgeschotteten Bereichen statt, zu denen nur eingetragene Mitglieder Zutritt haben. Übrigens: Sexy Natalie aus den USA wollte sich mit der Entjungferung das Studium finanzieren. Ihre Fachrichtung: Familien- und Ehetherapie.

Claudia Detsch

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