Der McGraw-Graben in Giesing: Bereits seit 1971 leitet die 700 Meter lange vierspurige Betonrinne den Münchner Verkehr durch die ehemalige Nazi- und spätere US-Kaserne Richtung Salzburger Autobahn.

© Kurzendörfer
Dauerbaustelle McGraw-Graben: die Sanierungen zwischen 2005 und 2008 kosten 7,65 Millionen Euro Steuergelder.
Doch das hässliche Bauwerk ist marode und muss ständig repariert werden. Heuer sind die Seitenwände dran. Die Reparaturkosten verschlingen Millionen, dabei würde sich ganz Giesing lieber einen Tunnel an dieser Stelle wünschen.
Die Dauerbaustelle McGraw-Graben sorgt derzeit vor allem im Berufsverkehr für Staus im Münchner Südosten. Der Stahlbeton aus den frühen 70ern war so marode, dass an vielen Stellen schon die Stahlgitter herausschauten. Jetzt wird der ganze Deckbeton abgeschlagen, bis die ausbetonierten Bohrpfähle wieder freiliegen. Eine neue Betonverkleidung soll dafür sorgen, dass die Seitenwände weiterhin halten.
Dabei war der McGraw-Graben schon in den vergangenen beiden Jahren Baustelle. 2006 und 2007 mussten jeweils für drei Monate die vier Brücken über dem Graben repariert werden. Auch dort war der Beton marode. Damals kosteten die aufwändigen Reparaturen 1,4 Millionen Euro. Damit frisst der McGraw-Graben innerhalb von drei Jahren 7,65 Millionen Euro Steuergelder.
In Giesing wünscht man sich aber kaum etwas sehnlicher, als den Lärm und Feinstaub spuckenden Graben zu bedecken. „Ein Tunnel an dieser Stelle wäre nicht nur ein städtebaulicher Gewinn, weil der zerschnittene Stadtteil wieder zusammenwachsen würde. Für die Anwohner wäre ein Deckel auf dem Graben ein unwahrscheinlicher Gewinn an Lebensqualität“, so der Giesinger BA-Chef Horst Walter (SPD). Darum wäre auch eine Untertunnelung der Tegernseer Landstraße zwischen McGraw-Graben und Candidtunnel mehr als wünschenswert. Bürgerversammlungen, Bezirksausschüsse und Stadträte hatten die Untertunnelung der Tegernseer Landstraße und Deckelung des McGraw-Grabens schon mehr als ein Dutzend Mal gefordert. Doch die Stadt weigerte sich bislang, das Versenken der Tegernseer Landstraße auch nur ernsthaft zu untersuchen. Als Grund hieß es stets: Die Tunnelbauten am Petuelring, in der Richard-Strauss-Straße und am Luise-Kiesselbachplatz verschlängen zu viel Geld. Giesing müsse warten.
Der FDP-Fraktionschef im Rathaus Michael Mattar fordert jetzt: „Das ganze Gebiet rund um die Tegernseer Landstraße muss komplett überplant werden.“ Die Grundstücke links und rechts des McGraw-Grabens gehören dem Staat und werden derzeit hauptsächlich von der Polizei genutzt. „Ein Tunnel würde das Gebiet viel attraktiver machen, Damit wäre ein Wohngebiet auf dem ehemaligen Kasernengelände möglich.“ Alleine die Vermarktung der Grundstücke könnte den Tunnel möglicherweise finanzieren.
Quelle: tz
Karte wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.