Eigens für ihn brandete der Applaus beim Dreikönigstreffen der Münchner SPD auf, die Genossen strahlen beseelt: Hans-Jochen Vogel (86) winkt und lächelt, aber man kann erkennen, dass er sich müht.
Jetzt sagte der Alt-OB seine Termine ab. Vogel musste zur Herz-Untersuchung ins Krankenhaus!
Am Freitag wollte er am Marienplatz zum Gedenken an die Münchner Opfer der NS-„Euthanasie“ sprechen. Am Samstag sollte der große Mann der deutschen Sozialdemokratie die Rede beim Jahresauftakt der Seeheimer halten, einer eher konservativen Strömung in der Partei, zu deren Begründern Vogel zählt.
Der Alt-OB musste passen. Vogel litt unter Herz-Problemen, die offenbar so ernst waren, dass er zur Abklärung in eine Klinik musste. „Er war zu einer kardiologischen Untersuchung in der Klinik“, sagt Landtags-Vizepräsident Franz Maget (SPD), der beim Dreikönigstreffen neben Vogel saß. „Er ist aber schon wieder zu Hause.“ Vogel lebt mit seiner Frau Liselotte in der Seniorenresidenz Augustinum Neufriedenheim, er feiert in zwei Wochen den 87. Geburtstag.
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Im vergangenen Frühjahr hatte Vogel nach der Reise zur Wahl des Bundespräsidenten einen Kollaps erlitten. Danach musste er sich wegen einer Gallenblasen-Entzündung in der Harlachinger Klinik für Naturheilweisen behandeln lassen und zur Reha nach Bad Heilbrunn. „Es geht ihm soweit wieder gut“, sagt Maget. Die Seeheimer hoffen, ihren Jahresauftakt mit ihm bald nachholen zu können.
David Costanzo












































