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Verein „Mobil in München“ fordert Abbau der Radarkästen

Ärger um McGraw-Blitzer

München - Das neue Blitzer-Tandem am McGraw-Graben – Ende dieser Woche soll es losschießen und dennoch sorgt es schon jetzt für mächtig Ärger: Nach dem tz-Bericht über die Radarkontrolle direkt unterhalb der Fußgängerüberführung schlägt der Verein "Mobil in München" Alarm.

Die Blitzer am McGraw-Graben sorgen schon für Ärger bevor sie überhaupt losschießen.

© Kurzendörfer

Die Blitzer am McGraw-Graben sorgen schon für Ärger bevor sie überhaupt losschießen.

Seine Forderung: Die „verkehrsgefährdenden neuen Blitzer“ müssen sofort abgebaut werden. Sie seien eine „Gefahrenquelle allererster Güte, die Verletzte und Tote verursachen kann“.

Besonders Vereinschef Michael Haberland ist über die Temposünder-Falle in Giesing stocksauer. „Hier wird es bald krachen“, ist sich der Münchner sicher. „Weil die Fahrer urplötzlich den Blitzer sehen, das Tempolimit 30 – und dann scharf abbremsen.“ Er habe sich das Treiben an der Stelle in den vergangenen Tagen genau angesehen. „Ein Albtraum – die Leute kommen von der Autobahn und dann gerät alles ins Stocken.“

Doch das ist nicht die einzige Kritik des Vereinschefs: „Zudem sind beide Blitzer eine veraltete Technik, beide blitzen sehr hell auf. Das kann Fahrer erschrecken und gar zu Unfällen führen.“ Schon länger gebe es Radargeräte ohne grelles Licht. Haberland: „Hier geht es der Stadt nicht um Sicherheit, sondern um Abzocke.“ Mehrere Millionen Euro verdiene sich mit den Blitzern. „Warum sonst sind die Radarfallen denn plötzlich wieder da?“

Viele Vorwürfe, über die KVR-Sprecher Christopher Habl nur den Kopf schütteln kann. „Die Blitzer sind noch nicht in Betrieb. Wir werden die Stelle noch beschildern – mit Vorsicht Radarkontrolle – damit sich die Verkehrsteilnehmer auf das Tempolimit einstellen können. Diese Beschilderung erfolgt natürlich nach den gesetzlichen Vorgaben.“ Den Vorwurf, es gebe bald Tote durch die Aktion nennt Habl zynisch: „Denn Tote gibt es durch überhöhte Geschwindigkeit.“ Zudem seien die Blitzer von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt geprüft – von „veraltet“ könne nicht die Rede sein. Auch für den Zeitpunkt der Installation hat das KVR eine Erklärung: „Die Blitzer wurden zur Sicherheit der Baustelle und der Autofahrer aufgestellt, sofort nachdem die notwendige Genehmigung des Bayerischen Innenministeriums erteilt wurde.“Genau an dieses will sich nun Mobil in München wenden. „Wir werden den Innenminister Joachim Herrmann anschreiben und ihm von dem Missstand in Kenntnis setzen“, so Haberland. „Und natürlich werden wir ihn bitten, die Blitzer sofort zu demontieren und die Aktion zu stoppen.“ Ob’s was hilft?

Quelle: tz

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