München - Randalierende Schweizer Rekruten sorgten in der Nacht zu Sonntag im Schwabinger Nachtleben für einen Polizeieinsatz. Die Tat gelangte erst jetzt an die Öffentlichkeit.

© Bodmer
Schauplatz der Auseinandersetzung: Die Münchner Freiheit.
Der Fall wurde am Mittwoch nach ausführlichen Berichten in der Schweizer Presse von der Münchner Polizei bekanntgegeben.
Antoine P. (23) und Clemens W. (22) stammen aus der französischen Schweiz im Kanton Vad und sind bei den Rettungstruppen in Wangen an der Aare (Bern) stationiert. Das letzte Wochenende verbrachten sie mit weiteren neun Kameraden in München. Sonntagfrüh um 3.30 Uhr wollten die mächtig angetrunkenen Soldaten in die Disco Skyline an der Münchner Freiheit. Der Türsteher ließ sie nicht hinein. Trotz Platzverweises weigerten sich die Männer zu gehen. Da rief der Mann an der Tür die Polizei.
Obwohl sie keinen Cent für die Sicherheitsleistung dabei hatten, sah der Staatsanwalt keine Haftgründe und ließ sie laufen. Die Männer trafen abends mit Verspätung in ihrer Kaserne ein.
In der Schweiz entbrannte eine Diskussion, ob solche Prügelknaben in der Armee noch tragbar sind. Auch in der Münchner Jugendherberge, in der die Schweizer wohnten, hatte es in der Nacht Ärger gegeben: Einer der Männer im Suff einen Feuerlöscher benutzt. Der Schaden von 800 Euro soll aber sofort anstandslos beglichen worden sein.
Von Dorita Plange
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